Investition

Sofortrente: Rentiert sich erst mit 90!

Wer Sicherheit vor Rendite setzt, kann eine Sofortrente vereinbaren. Aber man muss schon weit über 80 werden, wenn man davon profitieren will. Die Investition lohnt sich nur, wer gute Gene hat, weiß A&W-Autor Claus Cory.

Die klassische Lebensversicherung ist out. Ihr Konstrukt mit langer Laufzeit und langen Beitragszahlungen hat sich überholt. In ist hingegen die Privatrente: Rund 80 Prozent des Neugeschäfts der Lebensversicherer entfallen darauf. Gerade die Zahl älterer Kunden, die keinen Sparvertrag mehr suchen, sondern hohe Summen anlegen wollen, wächst. Bei der Sofortrente mit Einmalbeitrag etwa gibt der Arzt sein Erspartes der Versicherung, die überweist ihm ohne vorherige Gesundheitsprüfung lebenslang eine monatliche Rente. Frauen müssen dabei wegen ihrer längeren Lebenserwartung entweder mehr einzahlen oder eine etwa zehn Prozent niedrigere Rente als Männer akzeptieren.

Es ist letztlich eine Wette: Nur wer lange lebt und lange Rente kassiert, macht das Geschäft. „Wer mit 65 eine Sofortrente abschließt und nur 80 wird, hätte bei fast allen Anbietern sein Geld verbrannt“, sagt Axel Kleinlein von ÖKO-TEST. Nur bei wenigen Unternehmen gibt es eine Minirendite. Das hängt auch damit zusammen, dass der garantierte Zins von 2,25 Prozent durch Vertriebs- und Verwaltungskosten nahezu aufgezehrt wird. Neben Steuervorteilen ergänzt eine Über- schussbeteiligung die garantierte Rentenleistung.

Kapitalstarke Versicherer mit guter Bonität können dynamische Renten, bei denen die Auszahlung kontinuierlich steigt, besser bedienen „Wir raten generell zu dynamischen Renten“, sagt Versicherungsberater Karl-Heinz Wedemann aus Hamburg, „denn dieses Modell ist besser als die konstante Rente, deren Kaufkraft durch die Inflation abnimmt!“ Wichtig: Bei der volldynamischen Rente darf der Versicherer eine einmal erreichte Höhe nicht unterschreiten. Im Gegensatz dazu sind Kürzungen bei der konstanten und teildynamischen Rente durchaus möglich.

Deshalb kann man eine Rentengarantiezeit vereinbaren: Die Rente wird fällig, auch wenn der Versicherte früher stirbt. Zudem wäre eine Beitragsrückgewähr im Todesfall möglich, der Versicherer zahlt die eingezahlten Beiträge zurück. Bei der dritten Variante (Auszahlung des Deckungskapitals) geht das komplette Restvermögen an die Erben. Alle drei Varianten würden insgesamt die Rente um über ein Drittel reduzieren. Bei der Altersrente muss nur der Ertragsanteil versteuert werden – das sind 18 Prozent bei Rente ab 65. Von 1.000 Euro Rente sind also nur 180 Euro zu versteuern (bei einem angenommenen Steuersatz von 30 Prozent fließen nur 54 Euro ans Finanzamt). Bei der Sofortrente auf Fondsbasis liegt das Risiko beim Anleger. Zudem fällt eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent an.

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