Ausbildungsversicherungen

Richtig vorsorgen für die Ärzte von morgen

Ein Studium, womöglich sogar der Medizin, ist teuer. Damit der eigene Nachwuchs sich eine solche Ausbildung später wirklich leisten kann, sorgen viele Ärzte frühzeitig vor – oft in Form einer Ausbildungspolice. Doch halten die Produkte, was sie versprechen?

Die wenigsten geben es offen zu. Doch die Hoffnung, Tochter oder Sohn könnten irgendwann die eigene Praxis übernehmen, hegen viele Niedergelassene. Um das nötige Startkapital fürs Studium zu schaffen, zahlen sie deshalb oft schon früh in eine sogenannte Ausbildungspolice für den Nachwuchs ein. Diese Produkte werden von diversen Versicherungsunternehmen eifrig beworben. Die Idee klingt auch richtig gut: Da ein Hochschulstudium, je nach Länge, Zehntausende Euros verschlingt, macht es Sinn, so früh wie möglich Rücklagen zu bilden. Am besten in Form einer Versicherung, die auch noch für den Fall vorsorgt, dass die Eltern sterben, bevor das Studium begonnen wird. Das zumindest sagen die Gesellschaften.

Drum prüfe, wer sich lange bindet …
Die Laufzeit solcher Verträge liegt zwischen 18 bis 25 Jahren. Zum Ende der Laufzeit bekommt das Kind dann einen festgelegten Betrag ausgezahlt. Stirbt derjenige, der den Vertrag abschließt, vor diesem Zeitpunkt, sind keine weiteren Beiträge mehr nötig, der Vertrag läuft weiter und die garantierte Summe wird trotzdem ausgeschüttet.

Von einem maßgeschneiderten Vorsorgepaket ist diese Gestaltung allerdings dennoch weit entfernt. Denn Ausbildungspolicen sind nichts anderes als Lebensversicherungen, gekoppelt mit einem Sparvertrag. Solche Mischformen gelten unter Finanzexperten aber als renditeschwach und nicht besonders empfehlenswert. Der Grund: Die Beiträge werden keinesfalls eins zu eins für den Kunden angelegt, auch wenn der Eindruck – gewollt oder ungewollt – manchmal entsteht. Stattdessen gehen, je nach Anbieter zwischen zehn und 20 Prozent für Gebühren und Provisionszahlungen drauf.

Weiterer Nachteil der Ausbildungsversicherung: Der Einzahler ist über Jahrzehnte daran gebunden. Wird das Geld einmal knapp oder will man die Police aus anderen Gründen vorzeitig kündigen, ist ein Großteil der bis dahin gezahlten Beiträge unwiederbringlich verloren.

Alternativen prüfen
Wer für seine Kinder vorsorgen möchte, und das auch über den eigenen Tod hinaus, hat durchaus einige bessere Möglichkeiten, das zu tun. Das Todesfallrisiko lässt sich zum Beispiel in der Regel erheblich billiger über eine Risikolebensversicherung abfedern. Den Kapitalstock können vorausschauende Ärzte  über einen Banksparplan regeln. Zwar sind die Zinsen für diese sehr sicheren Anlagen derzeit im Keller. Wer monatlich 100 Euro einzahlt und eine Laufzeit von 25 Jahren wählt, kommt nach aktuellem Stand trotz allem auf ein Startkapital, das in der Regel für die akademische Ausbildung der Mediziner von morgen ausreicht.


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