KV-System

Ringen um neue Honorarverteilung hält unvermindert an

Zu niedrige Honorare und ein Investitionsstau in den Praxen: Die KVen suchen nach Wegen aus der Misere.

Viele KVen stellen sich im Augenblick die Frage, wie sie künftig die ambulante Versorgung mit begrenzten personellen wie finanziellen Ressourcen flächendeckend und wohnortnah aufrechterhalten können. Regionalisierung und Abschied von den Regelleistungsvolumina (RLV) sind dabei wichtige Trends, wie sich am vergangenen Wochenende in Bayern zeigte.

Die Vertreterversammlung der KV Bayerns verabschiedete dort einen neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM), der für das zweite Halbjahr 2012 gilt. 2013 soll dann in Bayern eine neue Systematik der Honorarverteilung greifen, die derzeit zusammen mit den Berufsverbänden erarbeitet wird. Dr. Pedro Schmelz, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV, lobte die gute Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden. So sei es gelungen, sich konstruktiv auf die Verteilung der knapp bemessenen Honorarzuwächse zu verständigen. Dennoch sieht Schmelz für 2013 noch erheblichen Handlungsbedarf: „Unser Ziel muss es sein, das unselige RLV-System abzuschaffen“, betonte er.

Grundsätzliche Honorarsteigerungen forderte unterdessen die Freie Allianz der Länder KVen (FALK), das sind neben Bayern die KVen Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, und Baden-Württemberg. Die Ärzte seien in den vergangenen Jahren äußerst zurückhaltend mit Investitionen gewesen. Dies habe die Abschreibungen gesenkt und damit das Einkommen quasi künstlich erhöht. „Die Folge ist jedoch ein großer Investitionsstau, der bei der Forderung nach einer Erhöhung der Vergütung ebenfalls berücksichtigt werden muss“, hieß es aus den vier KVen.

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