Rentenpolicen

Riskante Versicherungsprodukte

Variable Annuities sind fondsgebundene Rentenpolicen. Da mit den Kundengeldern Aktienfonds und Garantien gekauft werden, sind die Leistungszusagen hier höher – aber auch deren Beschaffungskosten, erklärt A&W-Autor Claus Cory.

Einzahlungen sind an einen oder mehrere Fonds gebunden. Unabhängig vom Finanzmarkt gibt‘s garantierte Rentenzahlungen. Gegen eine Garantiegebühr darf jährlich auch Guthaben aus dem Fonds entnommen werden.

Variable Annuitäten (VA) sind relativ neue Versicherungsprodukte. Im Unterschied zu fondsgebundenen Rentenpolicen investieren VA-Produkte über die gesamte Laufzeit in Aktien. Der Werterhalt resultiert nicht aus der Umschichtung in Anleihen, sondern aus komplexen Absicherungsmechanismen. Die Renditen sollen höher liegen als bei klassischen Fondspolicen. „Der Kunde kann nicht nur in der Ansparphase, sondern auch in der Rentenphase in Fonds investieren. Das erhöht die Renditechancen“, erklärt Thomas Lerch vom Versicherer Canada Life.

Pferdefuß Nr. 1: Die Garantien sind teuer – sie kosten nach Einschätzung der Experten rund die Hälfte der Rendite. Bei vielen VA’s betragen die Garantiekosten etwa drei Prozent. Wer also fünf Prozent Rendite erreichen will, müsste mit seiner Fondsanlage mindestens acht Prozent haben. Da könnte man also gleich auf die normale Rentenversicherung zurückgreifen. Zudem sind die Garantie-Absicherungskosten in der Finanzkrise deutlich gestiegen. „Es fallen erhebliche Absicherungskosten an“, sagt Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Anders als bei herkömmlichen Policen müssen die Versicherer für die VA-Garantien kein Eigenkapital hinterlegen.

Pferdefuß Nr. 2: Vor allem Versicherer aus Irland und Luxemburg verkaufen diese Policen. Im Isolvenzfall würde der Sicherungspool der Lebensversicherer „Protektor“ nicht aktiv werden. Zusätzliches Risiko besteht darin, wenn in einer Krisensituation die Bank, die als Gegenpartei Garantien stellt, in Schieflage gerät.

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