Branchenreport

Umsätze steigen kontinuierlich

Laut Branchenreport der Sparkassen stiegen die Umsätze der Allgemeinmediziner in den letzten fünf Jahren kontinuierlich. Mag sein, doch kam der Geldsegen bei den einzelnen Hausärzten regional recht unterschiedlich an,.

„Die GKV-Hausarzthonorare stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich; 2009 um 6,1, 2010 um 4,8 Prozent. Bei fast gleich bleibender Umsatzrendite von über 50 Prozent dürften sich die gestiegenen Einnahmen auch in höheren Gewinnen niederschlagen“, ahnt der Branchenreport der Sparkassen-Finanzgruppe. Der durchschnittliche Honorarumsatz allgemeinmedizinischer Praxen lag in Westdeutschland 2010 bei 264.000 Euro, nach 233.000 Euro 2009, stellt der Branchenreport fest (siehe A&W-Doku). Dies entspreche einem Wachstum von 3,6 Prozent. In Ostdeutschland betrug das Wachstum 11,1 Prozent, der Honorarumsatz stieg von 228.000 Euro auf 253.000 Euro und lag damit noch um 11.000 Euro unter Westniveau. Im Bereich der Privateinnahmen liegen die Einnahmen der westdeutschen Allgemeinpraxis laut Branchenreport allerdings nach wie vor um rund 35.000 Euro jährlich höher (Umsatzanteil in Westdeutschland: 21 Prozent, in Ostdeutschland: 8 Prozent).

In der relativen Betrachtung lag die Umsatzrendite in den alten Bundesländern in den letzten fünf Jahren relativ konstant bei etwa 50 Prozent, während in den neuen Bundesländern ein Anstieg von 52,5 auf 58,5 Prozent zu verzeichnen ist: „Die Kostenentwicklung war 2010 mit einem Anstieg von nur rund einem Prozent recht moderat und führte bundesweit zu gestiegenen Renditen“. Der Grund für die höhere Rendite in den neuen Bundesländern liege, so heißt es in dieser Untersuchung, in nach wie vor geringeren Personal- und Raumkosten.

Die Zukunftsperspektiven der Hausärzte erscheint der Sparkassen Finanzgruppe rosig: „Die Zukunftsaussichten für den hausärztlichen Bereich sind positiv und trotz des politisch notwendigen Sparkurses in allen Bereichen der Gesundheitspolitik ist für die Hausärzte sogar mit einem weiteren Anstieg im Bereich der GKV zu rechnen“.

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