Umsatzfresser erkennen

Runter mit den Materialkosten in Ihrer Praxis!

Mehr als die Hälfte des Umsatzes der niedergelassenen Ärzte fressen die Praxiskosten auf. Mit einer entsprechenden Strategie können Sie die Kosten senken, um die Ertragskraft Ihrer Praxis auch zukunftssicher zu machen.

Am Anfang steht die sorgfältige Analyse. Lokalisieren Sie zunächst Ihre Kostentreiber. Für welche Praxismaterialien entstehen monatlich welche Kosten? Bei welchen Lieferanten haben Sie bisher die verschiedenen Produkte bezogen?

In Schritt 2 Ihres „Costcutting“ gehen Ihre Mitarbeiter der Frage nach, ob auf Kosten der Praxis womöglich Verbrauchsmaterialien bezogen werden, die im Sprechstundenbedarf zu GKV-Lasten verordnet werden können. Nähere Aufschlüsse vermittelt die Sprechstundenbedarfsvereinbarung Ihrer KV.

In Schritt 3 starten Sie Ihre Bedarfsanalyse. Welche Materialien werden in welcher Menge bezogen? Vergammeln teure Produkte, die nach Ablauf des Verfalldatums entsorgt werden?

In Schritt 4 starten Sie mit Ihrem Anbietervergleich. Halten Sie in Treue an einem Hochpreislieferanten fest oder nutzen Ihre Mitarbeiter bereits alle Einsparmöglichkeiten am Markt?

In Schritt 5 bereiten Sie den Praxiseinkauf vor. Eingekauft wird nicht dann, wenn gerade etwas fehlt, sondern vorausschauend für einen längeren Zeitraum nach strikter Bedarfsplanung.

Delegieren Sie in Schritt 6 die Materialverwaltung an eine speziell mit dieser Aufgabe betraute Mitarbeiterin. Sie sollte alle Preisvorteile durch Bar-, Natural- und Mengenrabatte, Boni und Skonti ausschöpfen und so die Materialkosten im Blick haben.

In Schritt 7 erstellen Sie schriftlich einen Organisationsplan für die Materialverwaltung: Jeder weiß, wann er was zu tun hat. Ihre Mitarbeiterin erstellt eine Materialkartei.

In Schritt 8 treffen Sie eine Zielvereinbarung mit Ihrem Praxisteam. Wenn es Ihren Mitarbeitern gelingt, die Materialkosten im definierten Zeitraum zu stabilisieren oder die Kosten zu reduzieren, gibt es einen Erfolgsbonus.

Dokumentieren Sie in Schritt 9 die Kosten als Grundlage für Ihre künftigen Controllingmaßnahmen.

Prüfen Sie in Schritt 10, ob es möglich ist, eine Einkaufsgemeinschaft mit Ihren Kollegen im Praxisumfeld zu gründen. Möglich ist auch ein duales Verfahren, bei dem Sie Materialien für den Routinebetrieb im Rahmen der Einkaufsgemeinschaft beziehen und Mengenvorteile realisieren, während Sie Ihre praxisspezifischen Materialien bei dem günstigsten Anbieter bestellen.

 arzt-wirtschaft.de FINANZEN-TIPP

Senken Sie mit der Zehn-Schritte-Strategie Ihre Praxiskosten:

1. Bestandsaufnahme: Finden Sie die Kostentreiber in der Praxis

2. Costcutting: Die Krankenkassen finanzieren Ihre Praxiskosten

3. Bedarfsanalyse: Welche Materialien werden in welcher Menge benötigt

4. Anbietervergleich: Die beste Qualität zum besten Preis

5. Einkaufsplan: Überlassen Sie nichts dem Zufall!

6. Delegieren Sie die Aufgaben!

7. Organisationsplan: Wer macht wann was?

8. Motivation: Beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter am Erfolg!

9. Verlaufskontrolle: Entwickeln Sie ein Controllingsystem

10. Marktmacht: Gründen Sie eine Einkaufsgemeinschaft!

 

FeedbackSenden
Anzeige

PAS Dr. Hammerl: Fachliche Kompetenz und wirtschaftliche Stärke

„Ihre Zeit. Ihr Geld. Unsere Erfahrung.“ Für diesen Slogan steht PAS Dr. Hammerl, ein bundesweit etablierter privatärztlicher Abrechnungsservice, der seinen Mandanten alle Vorteile eines wirtsch... Mehr
Author's imageDr. Siegfried HammerlGeschäftsführer bei PAS Dr. Hammerl

Weitere Artikel zum Thema:

Steuertipp

Kosten für Kinderbetreuung absetzbar


Steuermonitor

Steuerfreie Vorteile für Mitarbeiter


Servicebroschüre der KBV

Tipps für eine barrierefreie Praxis


Urteil

Ärzte können Weiterbildungskosten für Mitarbeiter zurückverlangen


Finanzgerichte

Aktuelle Urteile für Ihre Praxis


Anzeige
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Bewerten
Drucken