Einkommen

Ärzte in Schleswig-Holstein verdienen weit unter Bundesdurchschnitt

Die KVSH hat Abrechnungszahlen für das erste Quartal 2009 vorgelegt. Danach erleidet im Vergleich zu 2008 mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärzte im Land Verluste. Sie verdienen unter Bundesdurchschnitt.

Der leichte Honoraranstieg von 9,1 Millionen Euro ergebe sich insbesondere aus Zuwächsen im extrabudgetären Bereich (4,8 Millionen Euro). Da aber längst nicht alle niedergelassenen Ärzte extrabudgetär behandeln dürfen, käme dieser Anstieg nur einem Teil der Ärzteschaft zugute.

Nach Einschätzung der KV erreicht die Honorarreform die ambulante Grundversorgung der Patienten nicht. „Entsprechend der bundesweit vorgegebenen Regelleistungsvolumina bekommen Schleswig-Holsteins niedergelassene Ärzte rund 20 Prozent ihrer Leistungen in der Basisversorgung nur zu einem Bruchteil vergütet“, kritisiert KVSH-Vorstandsmitglied Dr. Ralph Ennenbach. Ohne den von der schleswig-holsteinischen Ärzteschaft solidarisch finanzierten Schutzschirm wäre seiner Ansicht nach die Existenz vieler Praxen durch die Honorarreform bedroht. Nach den Bundesvorgaben kann der Schutzschirm durch die KVSH nur bis Ende 2010 aufrechterhalten werden.

A&W-Kommentar

Das Beispiel Schleswig-Holstein zeigt, dass das ärztliche Vergütungssystem überarbeitet werden muss. Zentralistisch vorgegebene Budgetzuteilungen passen eben nicht zum regionalen Bedarf.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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