Förderkredite

Selber schuld, wenn Sie da nicht zugreifen

Ob Praxisumbau oder Ultraschallgerät – die augenblickliche Finanzierungssituation ist geradezu verlockend. Nicht zuletzt wegen der Praxisinvestitionsprogramme der Förderbanken.

Aktuell extrem niedrige Zinsen und dazu auch noch sprudelnde Fördertöpfe erlauben Niedergelassenen Praxisinvestitionen zu sensationellen Konditionen. Auch Ärzte, die ein laufendes Darlehen mit hohen Zinsen gegen einen zinsgünstigeren Kredit austauschen möchten, haben derzeit glänzende Aussichten. Grundsätzlich gilt: Niedergelassene, die investieren wollen, dazu aber Kredit benötigen, müssen vor dem Beginn des Vorhabens einen Antrag stellen. Voraussetzung für ein Darlehensprogramm des Bundes ist in der Regel ein verbindliches und aktenkundig gemachtes Finanzierungsgespräch. Ergänzend hierzu bieten auch viele Bundesländer eigene Förderprogramme zu vergleichbaren Rahmenbedingungen an.

Zur Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen stehen beispielsweise folgende Programme zur Auswahl:

  • KfW-Unternehmerkredit – etwa ab 1,45 Prozent effektiver Jahreszins auf zehn Jahre, 100 Prozent Finanzierung, 50 Prozent Haftungsfreistellung möglich. Haftungsfreistellung bedeutet, dass bei riskanteren Vorhaben Bürgschaftsbanken für einen Teil der Summe mithaften. Damit kann ein Arzt trotz geringerer Sicherheiten ein Vorhaben verwirklichen beziehungsweise günstigere Konditionen aushandeln.
  • LfA-Intensivkredit/Intensivkredit 100 Bayern – etwa 1,75/2,00 Prozent effektiver Jahreszins auf zehn Jahre, 100 Prozent Finanzierung der Investitionen, 60 Prozent Haftungsfreistellung/bis 80 Prozent Ausfallbürgschaft möglich.
  • ISB-Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz – etwa Investitionsdarlehen mit 1,4 Prozent effektiver Jahreszins auf fünf Jahre Kreditlaufzeit.
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung GuW Hessen – zusätzlich 0,2 Prozent Zinsverbilligung zum KfW-Unternehmerkredit. Will ein Einzelpraxisinhaber mit einem Kollegen eine Gemeinschaftspraxis gründen, kann dies ebenfalls eine Konstellation sein, um einen Anspruch auf die hessische Förderung zu haben.

Ferner stehen sowohl bei der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau wie auch bei den Förderbanken der Länder Programme für Umweltschutzmaßnahmen (beispielsweise KfW-Programm Erneuerbare Energien, L-Bank Umweltfinanzierung, ERP-Umwelt und Energieeffizienzprogramm) zur Verfügung. Die Angebote können gegebenenfalls mit anderen Förderbausteinen kombiniert werden.

 

A&W-TIPP

Wichtig ist …
… vor jedem Gespräch mit der Bank die nötigen Förder-Voraussetzungen zu klären und entsprechende Unterlagen für das Gespräch vorzubereiten.

 

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