Prioritäten setzen

Selektieren oder alles aus einer Hand?

Im Versicherungs- und Finanzbereich stehen Ärzte grundsätzlich vor der Frage: Überall das günstigste Angebot wahrnehmen oder alles aus einer Hand kaufen?

Clevere Ärzte suchen sich überall die interessanteste Finanz- und Versicherungslösung heraus. Sie haben die Arzthaftpflicht beim Marktführer, die Autopolice beim Internetanbieter, die Praxisversicherung bei einem Preisbrecher, einen günstigen PKV-Gruppentarif, das Depot bei der Direktbank, das Festgeld bei einem holländischen Newcomer und das Girokonto bei der Hausbank. Alles in allem sparen Sie einen Batzen Geld.

Zeitproblem: Doch welche Mediziner können sich den damit verbundenen Zeitaufwand leisten? Für die meisten Ärzte ist es praktischer, mit wenigen Instituten (oder nur einem?) zu kooperieren. Vor allem, da sich die Finanz- und Versicherungsbranche zunehmend Mühe gibt, Problemlösungen unter einem Dach anzubieten. Etwa die Deutsche Ärzteversicherung, die ausschließlich für Heilberufler tätig ist und alles aus einer Hand offerieren kann. Oder die DBVWinterthur, die im Rahmen ihres „Doctor’s Net“ die Ärzte komplett bedienen will.

Doppelpass: Ärzte spielen für Finanzdienstleister auch aufgrund ihrer Doppelfunktion eine besondere Rolle: Sie sind wertvolle Kunden mit zusätzlichem Vorsorge- und Versicherungsbedarf, aber auch Multiplikatoren, die Wissen und Erfahrungen an Patienten und Kollegen weiterreichen. Das macht sie zu einer wichtigen Zielgruppe.

So haben jetzt auch Allianz und Dresdner Bank unter dem Namen MedKompetent ein neues Angebot für Ärzte entwickelt: maßgeschneiderte Produkte für alle Lebensphasen. „Wir wollen unser Geschäft mit den Ärzten weiter intensivieren. Unserem Praxiskonto und dem neuen Praxisdarlehen mit Sondertilgungsoption werden weitere Innovationen folgen,“ sagt Luca P. Marighetti, Leiter Kunden- und Marktmanagement der Dresdner Bank.

All-Finanz-Konzepte sind aber nicht neu. Und auch nicht das Gelbe vom Ei. Der eine hat günstige Bedingungen im KV-Gruppentarif, aber einen überalterten Bestand, der andere eine preiswerte Autopolice, knausert aber, wenn’s gekracht hat. Kein Konzern ist in allen Offerten gleich gut. Man will nur das „Cross-Selling-Potenzial“ ausschöpfen, wie die Marketing-Fachleute sagen. Deshalb gehen viele Ärzte zu Maklern, die einen größeren Überblick haben und gezielt aussuchen können. Aber auch hier Vorsicht: Makler empfehlen häufig die Produkte, bei denen die höchste Provision winkt.

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