Private Krankenversicherung

So finden Sie den günstigsten Tarif

Ärzte zahlen für ihre private Krankenversicherung zwar noch immer vergleichsweise wenig. Doch auch bei ihnen steigen die Beiträge konstant. Es gibt Möglichkeiten, die Beitragslast zu senken.

Wir tun etwas gegen steigende Beiträge. So oder so ähnlich werben Dienstleister im Internet. Ihr Angebot richtet sich an die stetig wachsende Gruppe der privat Krankenversicherten, denen die Kosten über den Kopf wachsen. Kunden, die sich „beim erfolgreichen Tarifwechsel innerhalb des eigenen Versicherers“ unterstützen lassen, müssen dafür aber tief in die Tasche greifen. Meist ist das Honorar der Dienstleister erfolgsbezogen und beträgt etwa die Hälfte der erzielten Jahresersparnisse.

Nach dem Willen des Gesetzgebers dürften solche Angebote eigentlich gar nicht gebraucht werden. Denn gemäß Paragraf 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) kann jeder Kunde innerhalb der eigenen Gesellschaft einen Wechsel in einen günstigeren Tarif verlangen. Doch viele Versicherer mauern und eröffnen diversen Internetportalen, die sich auf den Beitragsvergleich spezialisiert haben, ein lukratives Geschäftsmodell. Mit etwas Beharrlichkeit können privatversicherte Ärzte ihre Kosten aber auch selber optimieren – und damit gleich doppelt sparen. Denn die Front der unkooperativen Gesellschaften bröckelt.

DKV-Chef Clemens Muth etwa stellte jüngst einen Online-Vergleichsrechner vor; damit können Kunden nach günstigeren DKV-Tarifen suchen. Muth: „Das Wechselrecht ist ein wichtiges Recht jedes Privatversicherten!“ Auch PKV-Verbandschef Volker Leienbach hat es begriffen: „Die einzelnen Anbieter könnten mehr tun, um den Versicherten den Wechsel von einem zum anderen Tarif im selben Unternehmen zu erleichtern.“

Doch was die oft vergleichsweise preiswerten Ärztetarife anbelangt, gibt es ein Problem: Manche Unternehmen haben keine neuen Ärztetarife, in die man wechseln könnte. In diesem Fall bleibt zur Beitragssenkung nur die Option, höhere Eigenleistungen zu vereinbaren. Wer in einer solchen Lage festsitzt, sollte zumindest in einen ambulanten Prozentarif wechseln, also 20 bis 30 Prozent der entstehenden Kosten bis 3.000 Euro selbst tragen und erst bei höheren Summen volle Erstattung beanspruchen. Denn diese Tarife sind meist beitragsstabiler.

Einige Gesellschaften haben im Ärztebereich aber auch neue Kompakttarife eingeführt. Diese sehen nicht mehr die Unterteilung in „ambulant, stationär, zahn“ vor, sondern haben einen einheitlichen Tarif – meist mit höherer Selbstbeteiligung, aber deutlich niedrigeren Beiträgen. Wer in einen solchen Tarif wechseln will, muss durchsetzungsstark sein. Es wird gemauert, was das Zeug hält und Kunden mit dem Hinweis auf Mehrleistungen abgewimmelt, für die eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Das soll abschrecken. Doch nicht in jedem Fall treffen die Aussagen der Versicherer zu. Nachfragen lohnt immer – oft lässt sich durch Umstieg die Beitragslast bei gleichen Leistungen um über ein Drittel senken.

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