Vergleichen lohnt sich

Schutz vor Risiken: So finden Ärzte die passende Berufshaftpflichtversicherung

Der Markt für die Berufshaftpflichtversicherungen für Ärzte ist ziemlich undurchsichtig. Es gibt große Schwankungen bei den Prämien für die Berufshaftpflicht, allerdings auch bei den Leistungen, die Ärzte im Falle eines Schadens abrufen können. Worauf Sie bei Ihrer Absicherung achten müssen, erfahren Sie im folgen Ratgeber.

Ärzte sind verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Den passenden Schutz für den Beruf zu finden, ist aber leider gar nicht so einfach: Unübersichtliche Bedingungen kennzeichnen die Arzthaftpflicht-Police. Kommt ein Patient zu Schaden, müssen die Versicherungen renommierter Gesellschaften auch nicht unbedingt die besten sein. Mittelgroße Versicherungen mit Gruppentarifen können vor allem für Freiberufler durchaus mehr leisten. Der Kunde hat aufgrund der vielen Angebote allerdings kaum die Chance für einen objektiven Vergleich der Berufshaftpflichtversicherungen bzw. ihrer Leistungen. Viele Ärzte greifen deshalb auf die Hilfe eines Versicherungsmaklers zurück.

Freiberufler müssen selbst eine Berufshaftpflicht abschließen

Doch auch bei dessen Auswahl ist Vorsicht geboten: Einzelvermittler dürfen nur die Tarife ihres Hauses verkaufen, Mehrfachagenten und Makler haben bessere Vergleichsmöglichkeiten. Doch auch hier müssen Sie davon ausgehen, dass die Berufshaftpflicht bevorzugt wird, von der auch der Makler am meisten profitiert.

Reine Beitragsvergleiche der Haftpflichtversicherung haben indes begrenzen Aussagewert. Dies gilt auch für die Berufshaftpflicht für Internisten. Denn die Tücken der Versicherung liegen auch hier im Detail. Der Kunde muss den Versicherungsschutz deshalb genau prüfen, sonst sind negative Überraschungen im Falle eines Schadens vorprogrammiert. Die eine Versicherung versichert Mietsachschäden bis zu einem Schaden von 200.000, der andere bis 500.000 Euro. Der eine begrenzt mitversicherte Geräte, der andere nicht. Einmal sind angestellte Mediziner beitragsfrei in die Berufshaftpflicht eingeschlossen, mal müssen sie zusätzlich versichert werden.

Risiko möglichst gut abdecken

Die Deckungssummen der Berufshaftpflichtversicherung stellen die höchstmögliche Schadensersatzzahlung je Einzelfall dar. Für alle auftretenden Fälle eines Jahres wird die Deckungssumme jeweils maximiert. Bei einer Deckungssumme von beispielsweise drei Millionen Euro und einer dreifachen Maximierung würden also zusammen bis zu neun Millionen Euro Schadensersatz für alle auftretenden Schadensfälle geleistet werden.

Die Versicherer bieten fast immer unterschiedliche Deckungssummen zur Auswahl an. Da der Beruf des Mediziners mit einem hohen Risiko verbunden ist, sollte eine Haftpflichtversicherung mit einer möglichst hohen Deckungssumme gewählt werden. Wer Geld sparen will, sollte sich bei seinen Versorgungswerken nach Gruppentarifen erkundigen.

Privaten und beruflichen Versicherungsschutz lieber nicht kombinieren

Wessen Vertrag übrigens die Privathaftpflicht einschließt, muss aufpassen. Beim Schadensfall im Privatbereich kann dies zur Sanierung des Gesamtvertrages führen. Gemeint: Die Kündigung ist möglich. Manche Gesellschaften sind da recht rigide und versuchen, schadenbelastete Policen loszuwerden.

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