Elektronische Gesundheitskarte

eGK: So sichern Sie sich Ihren Zuschuss!

Ab 1. Oktober gibt‘s flächendeckend die neuen elektronischen Gesundheitskarten (eGK). Dann müssen alle Praxen damit auch umgehen können.

Kaum im Amt, ordnete Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler im November 2009 erst mal eine Inventur in Sachen Gesundheitskarte an. Und legte damit eine der zähesten Dauerbaustellen bis auf weiteres still. Nun liegt das Inventar vor und mit ihm die weitere Marschroute: Die Karte kommt, schrittweise. Aber in abgespeckter Form mit eingeschränkten Anwendungen. Ab dem 1. Oktober wird sie bundesweit neben der bisherigen Krankenversichertenkarte gültig sein. Rösler kürzt den Krankenkassen 2012 die Verwaltungsausgaben um zwei Prozent, wenn sie bis Ende 2011 nicht an mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten die eGK ausgegeben haben.

Organisatorisches Chaos in den Hausarztpraxen ist so vorprogrammiert. Die Kassen werden die eGK schon vor dem Starttermin ausgeben, bis Ende 2012 gilt die eGK neben der bisherigen KVK als Versicherungsnachweis. Das macht die Patientenannahme nicht einfacher. Erst ab 2013 soll dann alleine die eGK gelten – aber auch nur, wenn die Praxen dann ausreichend mit Kartenterminals ausgestattet sind.

Neue Karten, neue Lesegeräte. Bisher sind bekanntlich nur in Nordrhein alle Niedergelassenen „eGK-fähig“. Alle anderen müssen sich bis Ende September ein Kartenlesegerät der neuesten Generation kaufen und ihr Praxisverwaltungssystem entsprechend anpassen. Ansonsten lässt sich die eGK nicht auslesen. Wobei die Praxis vorerst nur die Versichertenstammdaten einlesen und ins Praxisverwaltungsprogramm übernehmen muss – analog zur heutigen Krankenversichertenkarte. Erst auf lange Sicht sind dann Funktionen wie Online- Abgleich der Versichertenstammdaten, Speicherung eines Notfalldatensatzes auf der Karte und sichere Online- Kommunikation via elektronischem Arztbrief geplant. Alle anderen ursprünglich angedachten Anwendungen ruhen vorerst.

Zum 1. April startete die Ausstattung mit neuen Lesegeräten. In jedem Fall sollen Niedergelassene nur solche Geräte kaufen, die von der Gematik zugelassen sind. Und rechtzeitig mit dem Hersteller ihres Praxisverwaltungssystems klären, welche Terminals mit der Praxis-Software zusammenarbeiten. Für diese Aufrüstung vereinbarten KBV und GKV-Spitzenverband Pauschalen, die bundesweit – mit Ausnahme von Nordrhein – gelten:

  • 355 Euro für die Anschaffung eines stationären eHealth-BCS-Kartenterminals,
  • 280 Euro für den Kauf eines migrationsfähigen mobilen Kartenterminals und
  • 215 Euro zur Finanzierung der installationsbedingten Mehraufwendungen.

A&W-KOMPAKT

Die Kostenerstattung …
… erfolgt durch die zuständige KV. Der Refinanzierungszeitraum begann am 1. April, der Ausstattungszeitraum endet am 30. September 2011. Auch wer entsprechende Geräte schon vorher gekauft hat, erhält übrigens die ihm zustehenden Gelder. Ausschlaggebend ist, dass die Praxis das Gerät vor Ablauf des Refinanzierungszeitraumes, also vor dem 30. September 2011, bestellt hat. Geräte, die danach geordert werden, werden nicht mehr subventioniert.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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