Empfehlungen im Internet regen zum Kauf an

Social Media: Einfluss auf Kaufentscheidungen wächst

Was kommt in den Einkaufswagen? Diese Frage beantworten immer mehr Internet-Nutzer mit Hilfe der Sozialen Medien. Auch wenn es Unternehmen und Dienstleistern nicht gefällt: Das Empfehlungsmarketing hat dank dem Internet eine ganz neue Dimension erreicht.

27 Prozent aller Onliner haben schon mal Produkte gekauft oder Dienstleistungen in Anspruch genommen, weil sie ihnen von einem privaten Kontakt über Social Media empfohlen wurden. 16 Prozent taten dies in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung für den aktuellen, repräsentativen Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna.

Betrachtet man nur diejenigen Onliner, die tatsächlich Soziale Medien nutzen, liegt die Quote sogar bei mehr als einem Drittel. 35 Prozent aller Social-Media-Nutzer in Deutschland sind schon privaten Kaufempfehlungen im Web 2.0 gefolgt. Das bedeutet einen Anstieg um zwölf Prozentpunkte seit 2012.

Erfahrungen Dritter für Jüngere besonders wichtig

Je jünger die Internet-Nutzer sind, umso mehr holen sie sich Produkt-Tipps von Freunden im Web 2.0. 47 Prozent der 14 bis 19-jährigen Onliner und 45 Prozent der 20 bis 29-jährigen sind schon privaten Kaufempfehlungen aus dem Social Web gefolgt. Unter den 30 bis 39-Jährigen gilt dies nur für ein Drittel. Bei den „Silver Surfern“, Internet-Nutzern ab 60 Jahren, traf hingegen mit neun Prozent nicht einmal jeder Zehnte eine Kaufentscheidung aufgrund von Empfehlungen aus ihrem Bekanntenkreis über Social-Media-Dienste.

Übrigens ist es keinesfalls so, dass mit steigendem Bildungsgrad mehr Wert auf Fakten und weniger auf Meinungen Dritter gelegt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Unter Onlinern mit Abitur oder Fachhochschulreife als höchstem Schulabschluss ließen sich 34 Prozent von privaten Social-Media-Kontakten zum Kauf konkreter Produkte oder Dienstleistungen anregen. Unter Realschulabsolventen liegt die Quote nur bei 23 Prozent. Bei Internet-Nutzern mit Hauptschul-Abschluss liegt sie sogar nur bei 16 Prozent.

Zum Hintergrund der Studie:

Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland. Er dient Unternehmen als unverzichtbare Grundlage zur strategischen Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten. Die Studie liefert unter anderem belastbare Fakten darüber, welche Dienste im Web 2.0 von wem wie intensiv genutzt werden. Und welche Themen auf welchen Kanälen diskutiert werden und inwieweit Soziale Medien Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Social-Media-Atlas wird von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben.

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