STEUERMONITOR

Sozialbeiträge für Kinder gelten als Sonderausgaben der Eltern

Die von Eltern im Rahmen der Unterhaltspflicht getragenen eigenen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung eines steuerlich zu berücksichtigenden Kindes gelten als eigene Beiträge der Eltern.

Die Beiträge können insgesamt nur einmal steuerlich geltend gemacht werden. Beantragen also die Eltern den Abzug der Beiträge des Kindes in voller Höhe als Sonderausgaben, scheidet ein Sonderausgabenabzug dieser Beiträge beim Kind aus. Der Abzug der Beiträge darf aber nach nachvollziehbaren Kriterien zwischen Eltern und Kind aufgeteilt werden.

Unerheblich ist, ob die Eltern tatsächlich die Beiträge bezahlt haben. Es reicht, wenn die Unterhaltspflicht der Eltern durch Sachleistungen (Unterhalt, Verpflegung) erfüllt wurde. Die eigenen Einkünfte des Kindes kürzen nicht den Sonderausgabenabzug. Dies ergibt sich aus einer Verfügung der Oberfinanzdirektion Magdeburg (Verfügung vom 3. November 2011, S 2221 – 118 – St 224)

A&W-Kommentar
Diese Regelung bietet die seltene Möglichkeit, Steuervergünstigungen auch dann in Anspruch zu nehmen, wenn die Ausgaben nicht durch den Steuerpflichtigen selbst bezahlt wurden. Entsprechende Nachweise sollten bei der Vorbereitung der Steuererklärung zusammengetragen werden.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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