IT-Geräte schützen

Sparen kann teuer werden

Fast alle Niedergelassenen arbeiten heute mit moderner Informationstechnologie (IT). Wer viel von dieser Technik in seiner Praxis hat, sollte die Notwendigkeit einer entsprechenden Versicherung prüfen.

Die Versicherungen für elektronische Geräte decken Schäden ab durch unsachgemäße Handhabung, Sabotage oder Vandalismus bis hin zu Konstruktions- und Materialfehlern. Meistens wird die Computer- und Bürotechnik der Praxis pauschal versichert, die Aufzählung der einzelnen Geräte entfällt, es wird dann nur ein Gesamtwert angesetzt. Versichert sind etwa Computer, Kopierer, Telefon, Fax, Zeiterfassungsterminals, Röntgengeräte, Kardiographen, Ultraschall-Geräte, Endoskope, Dialysegeräte, Ergonomie-Messplätze. Eine Elektronikpolice schützt zum Beispiel gegen Bedienungsfehler, Fahrlässigkeit, Kurzschluss, Überspannung, Brand, Blitz, Explosion, Wasser, Feuchtigkeit, Einbruch, Raub und Sabotage sowie Schmoren, Sengen und Glimmen.

Der Schutz ist also weitreichender als bei der Praxisinhaltsversicherung, die nur die traditionellen Schäden etwa durch Feuer, Wasser, Sturm und Glasbruch abdeckt. Bernhard Blaha, Abteilungsleiter bei DBV-Winterthur meint: „Nur wer 50 Prozent und mehr derartiger Elektronikgeräte in seiner Praxis hat, braucht diese Police.“ Raimund Frenzel, Geschäftsführer der Hamburger Maklerfirma Baumhauer & Frenzel argumentiert: „Zudem sind diese Schäden eigentlich gering. Auch haben die meisten Geräte eine Garantiezeit von drei Jahren.“

Der Versicherungs-Check muss klären, ob im Schadenfall bei einzelnen Geräten ein prozentualer oder absoluter Selbstbehalt vorgesehen ist. Weiterhin wäre zu prüfen, ob mobile Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik, wie Laptops, Smartphones oder Funkgeräte, ebenfalls versichert sind, auch bei Reisen ins angrenzende Ausland. Ein wichtiger Punkt ist, dass manche Anbieter Daten und Datenträger versichern, also nicht nur die Hardware.

Die unterschiedlichen Leistungen erklären auch die großen Beitragsdifferenzen. Zu berücksichtigen sind ferner: Rabatte für Existenzgründer oder längerfristige Verträge, Ausschlüsse, Entschädigungsgrenzen, Erweiterungen der Deckung, Selbstbehalt und vieles mehr. Nicht versichert sind beispielsweise Fernsehtechnik für nicht medizinische Zwecke, Filmkameras und Projektoren, Videorecorder, Fernsehgeräte und beweglich eingesetzte Videokameras. Im Schadensfall werden alle Aufwendungen ersetzt, die durch eine Reparatur der versicherten Anlage oder des Gerätes anfallen, etwa Kosten für Ersatzteile und Reparaturlöhne sowie das Aufräumen und Dekontaminieren versicherter Sachen. Bei einer irreparabel zerstörten Elektronik gibt es die Wiederbeschaffungskosten bis zum vollen Neuwert.

 

A&W-KOMMENTAR

Erforderliche Deckung prüfen Eine Elektronikversicherung ist nicht billig, also ermitteln Sie die notwendige Deckung vor dem Abschluss. Nur wenn Sie wenigstens 50 Prozent der Geräte haben, ist eine entsprechende Police sinnvoll. Stellen Sie sicher, dass der Schutz auch Software umfasst.

FeedbackSenden
Anzeige

Saisonbedingte Schadenfälle: Verkehrssicherungspflichten des Praxisbetreibers

Der Betrieb einer Praxis bedeutet immer auch die Möglichkeit von Gefahrenquellen, denen der Publikumsverkehr oder auch Unbeteiligte ausgesetzt sind. Dieser Beitrag beleuchtet die typischen Gefahren d... Mehr
Author's imageAxel SchirpProduktmarketing bei HDI Vertriebs AG

Weitere Artikel zum Thema:

Berufsunfähigkeit

Spezielle Versicherung für Ärzte


Vorteile für Selbständige und Gewerbetreibende

Telefontarif für Selbständige


Marburger Bund

Sonderkonditionen für Mitglieder


Urteil

Versicherung haftet für Kostenzusage


Urteil

Arzt haftet nicht für fehlende Informationen


Anzeige
Drucken