Depotgebühren

Bankprovisionen: Sparen Sie schnell ein paar tausend Euro

Hohe Bankprovisionen beim Wertpapiergeschäft mindern die Rendite nachhaltig. Wer mit seinem Ersparten und Depot bei einem schlechten Anbieter ist, sollte dringend handeln.

Üppige Provisionen verlangen die Kreditinstitute für jede Transaktion von Aktien, Anleihen oder Fonds – und das in unterschiedlichen Höhen. So können Anleger de facto mehrere tausend Euro sparen und ihre Rendite maximieren, wenn sie mit ihrem Depot vom schlechtesten zum besten Anbieter wechseln. Deutsche Anleger zahlen allein für Bundeswertpapiere, die gegen Gebühr bei Banken und Sparkassen verwahrt werden, jährlich über fünf Millionen Euro. So wie es beim Landgericht eines Rechtsanwalts zur Vertretung seiner Interessen bedarf, braucht es zum Handel an der Börse einen Vermittler, der Kauf und Verkauf von Aktien, Zertifikaten, Anleihen und Investmentfonds vornimmt. Zumeist tritt als solcher die Bank auf, die die Depots des Kunden verwaltet. Doch Vorsicht, Falle: „Wir bieten Ihnen ein kostenloses Depot an“, werben einige Institute. Das ist unwichtig. Denn entscheidend sind ja die Transaktionskosten.

Überhaupt lassen die Preismodelle fürs Wertpapiergeschäft kaum einen Vergleich zu. Eine neue Finanztest-Untersuchung will da mehr Klarheit schaffen. Sie zeigt anhand von Modellfällen, wie unterschiedlich die Depotkosten bei Banken und Sparkassen sind. Im extremsten Fall beträgt die Differenz für ein großes, bei einer Bankfiliale geführtes Depot mit vielen Orders zwischen gutem und schlechtem Angebot 9.000 Euro – sehr schlecht für die Rendite. Am niedrigsten sind die Kosten für Wertpapiergeschäfte, wenn Anleger sie übers Internet bei einer Direktbank oder einem Onlinebroker erledigen.

Aber auch bei Onlinedepots gibt es große Preisdifferenzen. So verlangt der beste Online-Anbieter für ein großes Depot nur 250 Euro im Jahr. Das vergleichbare Privatdepot einer Filialbank kostet bei vielen Kauf- und Verkaufsverträgen 5.921 Euro Verwaltungsgebühren.

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