Grafik der Woche

Sprechstunde bei Doktor Google

Die Patienten werden mündiger. Das hat viel mit dem kostenlosen Zugang zu medizinischen Informationen zu tun. Oder dem, was die Patienten dafür halten. Die selbst gestellten Diagnosen kosten nicht nur die Ärzte eine Menge Nerven, sondern belasten auch das Gesundheitssystem durch unnötige Arztbesuche. Abhilfe ist nicht in Sicht, im Gegenteil.

„Dr. Google“ ist aber nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen EU auf dem Vormarsch. Zwei Drittel der Deutschen nutzen laut Eurostat das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen – das sind etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Ähnlich sieht die Entwicklung in den meisten Staaten der Europäischen Union aus.

Besonders beliebt ist „Doktor Google“ in Luxemburg (71 Prozent). Wenig Neigung Gesundheitsthemen online zu recherchieren zeigen dagegen die Bulgaren. Und eine gewisse Skepsis ist auch angebracht. Menschen mit Beschwerden werden von Suchmaschinen nicht selten in die Irre geführt. Aus harmlose Kopfschmerzen wird dann in der Eigendiagnose schnell eine tödlicher Hirntumor. Ärzte raten daher generell davon ab, Symptome zu googlen. Wer Beschwerden hat, sollte immer als erstes zum Arzt gehen.

Die Grafik zeigt den Bevölkerungsanteil, der das Internet zur Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen nutzt.

Infografik: Sprechstunde bei Doktor Google | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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