Erstes Quartal 2010

Stada steigert kräftig Umsatz und Gewinn

Mit den Daten für das erste Quartal 2010 hat Stada die Erwartungen bestätigt. Der Umsatz war fünf Prozent höher, der Gewinn sogar um deutliche 17 Prozent.

Die leicht rückläufige Entwicklung im deutschen Heimatmarkt durch Rabattverträge bei Generika glich Stada im Ausland mehr als aus. In Russland betrug das Umsatzplus auf Eurobasis 23 Prozent. Dort ist Stada mit eigenen Produktionsstätten vertreten und erzielt seinen zweithöchsten nationalen Umsatz.

Die Dividende soll um drei Cent auf 0,55 Euro je Aktie gehoben werden. Die Eigenkapitalquote hat sich weiter auf fast 37 Prozent verbessert. Zur Erhöhung der Liquiditätssicherheit hat das Unternehmen im letzten Monat eine größere Anleihe zu relativ günstigen Konditionen platziert (350 Millionen Euro, fünf Jahre Laufzeit, vier Prozent Verzinsung pro Jahr). Auch soll in ein Programm zur Optimierung der Konzernstrukturen investiert werden, das jährliche Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe ermöglicht.

Der Kurs von Stada hat sich auf zwischenzeitlich etwas über 30 Euro erholt. Das ist das Dreifache des Tiefstwerts von Anfang 2009. Dabei stand für Anleger die verbesserte wirtschaftliche Situation im Vordergrund. Spekulationen auf eine mögliche Übernahme, beispielsweise durch Pfizer, haben dafür bisher lediglich eine untergeordnete Rolle gespielt, obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür größer geworden ist.

A&W-Tipp

Trotz zwischenzeitlicher Kursgewinne ist Stada eindeutig nicht überbewertet. Nimmt man den bei der Übernahme von Ratiopharm durch Teva gezahlten Kaufpreis als Maßstab, ist Stada sogar immer noch günstig zu haben. Aktionäre sollte ihre Aktien halten, da die Chancen überwiegen. Allerdings besteht das Risiko vorübergehender Rückschläge. Die Aktie kann daher nur Anlegern mit langfristigen Zielen empfohlen werden.

Sie erreichen Wolfgang Menke unter der eMail: WolfgangMenkeBerlin@t-online.de

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