Sichere Anlagen

Standard-Banklösung für Kleinanleger häufig ungünstig

Standard-Banklösungen sind für Kleinanleger häufig ungünstig. Hier erfahren Sie, warum das so ist und was Sie unternehmen sollten.

Die meisten Banken bieten Kleinanlegern nur ein standardisiertes Modell, das auf einer Anlage in Investmentfonds basiert. Anleger haben dabei meist die Wahl zwischen drei oder vier verschiedenen Risikoprofilen. Mit Abschluss des Vermögensverwaltungsvertrags erteilt der Anleger der Bank dabei die Vollmacht, innerhalb des vereinbarten Rahmens das Geld ohne weitere Rücksprache anzulegen und umzuschichten.

„Doch die Aktivitäten der Bankberater sind keineswegs uneigennützig“, teilte die Direktbank ING-DiBa mit. Die Vermögensverwaltungsmodelle böten den Geldhäusern entscheidende Vorteile, die für Anleger zum Fallstrick werden können. Zum einen sind mit der Vermögensverwaltung in aller Regel erhebliche Zusatzausgaben verbunden. Zum anderen erteilt der Anleger laut ING-DiBa dem Geldhaus einen Freibrief, im Rahmen des gewählten Anlageprofils nach eigenem Ermessen zu handeln. Zwar muss die Bank für das ursprüngliche Beratungsgespräch das seit Jahresanfang gesetzlich vorgeschriebene Beratungsprotokoll erstellen. Diese Pflicht fällt jedoch für spätere Umschichtungen innerhalb der Vermögensverwaltung weg. „Steigt der Anleger in das Verwaltungsmodell ein, kann sich die Bank somit über weniger Bürokratie und ein deutlich geringeres Haftungsrisiko freuen“, heißt es dazu von der ING-DiBa.

A&W-Tipp

Lassen Sie sich bei einer Vermögensverwaltung alle damit verbundenen Kosten offen legen und bestehen Sie auf eine schriftliche Dokumentation. Außerdem sollten Sie gut überlegen, ob sie wirklich die Hoheit über die Verwaltung ihres Ersparten aus der Hand geben wollen. Ein eigener Mix aus sicheren Zinsanlagen und breit aufgestellten Indexfonds könnte auch für Normalanleger die langfristig bessere Alternative sein.

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