Spätere Auszahlung vereinbaren

Als MFA oder Arzt gekündigt: Steuern sparen bei der Abfindung

Personal im Gesundheitssektor ist heiß begehrt, dennoch können auch Ärzte oder MFA von Kündigungen betroffen sein. Wer seinen Job verliert und danach vorübergehend arbeitssuchend ist, sollte aufpassen, für welchen Zeitpunkt die Auszahlung einer Abfindung vereinbart wird. Unter Umständen verschenkt man nämlich einen steuerlicher Vorteil.

(dpa) Der Praxisinhaber geht in Rente und findet keinen Nachfolger, die Kklinik schließt eine Abteilung: Ärzte und MFA werden auf dem Arbeitsmarkt zwar stark gesucht, dennoch können auch sie von Kündigungen betroffen sein. Im besten Fall wird ihnen der Abschied vom Arbeitgeber mit einem finanziellen Polster erleichtert. Davon will allerdings auch der Fiskus etwas abhaben.

Abfindungen beim Ausscheiden aus dem Job gelten nämlich als Arbeitslohn. Steuerpflichtig ist das Geld in dem Kalenderjahr, in dem es ausgezahlt wird, darauf weist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin hin.

Je nach Einkommensverhältnissen im Jahr nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann es steuerlich günstiger sein, wenn die Abfindung erst im folgenden Kalenderjahr besteuert wird.

Relevant ist das in den Fällen, in denen der Beschäftigung erst einmal eine Zeit der Arbeitslosigkeit folgt und nur Lohnersatzleistungen bezogen werden. In diesen Fällen führt die Progression der Einkommensbesteuerung oft zu einer niedrigeren Gesamtsteuerbelastung der Abfindung, wenn diese erst in dem Kalenderjahr ausgezahlt wird, in dem der Arbeitnehmer ansonsten nur Sozialleistungen erhält. Wer davon ausgeht, nicht sofort wieder in eine Festanstellung zu wechseln, sollte mit seinem Arbeitgeber also eine spätere Auszahlung vereinbaren. Ärger mit dem Finanzamt muss man nicht befürchten: Es ist absolut zulässig, den Zuflusszeitpunkt der Abfindung durch entsprechende Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber steuergünstig zu gestalten.

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