Anbindung der niedergelassenen Ärzte

TI: Kein Kostenrisiko bei großen Anbietern

Bei der Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur (TI) sind die Preise durch Erstattungspauschalen gedeckt. Dies gilt jedenfalls für Angebote der CompuGroup und T-Systems.

Mit T-Systems gibt es seit Anfang des Monats neben der CompuGroup einen zweiten Hersteller von Konnektoren. Weitere Anbieter werden für das vierte Quartal erwartet. Damit soll auch die Zeit der großen Zurückhaltung bei Ärzten und Psychotherapeuten vorbei sein: KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel rechnet laut einer aktuellen Mitteilung damit, dass die große Masse der Niedergelassenen die Technik in den nächsten Wochen bestellen wird.

Preise durch Erstattungspauschalen gedeckt

Nach Angaben von Kriedel bieten die beiden großen Herstellergruppen von Praxisverwaltungssystemen inzwischen Bundle zu Preisen an, die durch die Erstattungspauschalen der Krankenkassen gedeckt sind. „Wer bei diesen Gruppen bestellt, geht kein Kostenrisiko ein“, bestätigt er. Das gelte auch für Bestellungen im vierten Quartal. Wer nicht bei den beiden großen Herstellern bestellen will, sollte sich vergewissern, dass tatsächlich alle Komponenten in den anderen Angeboten enthalten seien.

Aus Sicht Kriedels sollten Ärzte und Psychotherapeuten jetzt jedenfalls „möglichst die Komponenten bestellen“, die sie zum Anschluss an die TI benötigten und das Thema nicht weiter auf die lange Bank schieben.

Nach Information der gematik sind von den bundesweit etwa 150.000 Arzt-, Psychotherapeuten- und Zahnarztpraxen zurzeit erst 25.000 bis 30.000 an die TI angeschlossen, wie Kriedel sagte. Bis Jahresende würden es wohl maximal 50.000 sein. Deshalb sei eine Verschiebung der Sanktionsfrist unbedingt notwendig. Schließlich liege es nicht an den Niedergelassenen, dass ihre Praxen noch nicht angeschlossen werden konnten. Vor diesem Hintergrund seien Sanktionen von einem Prozent Honorarabzug „unzumutbar“.

 

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