Sichere Kommunikation

TI-Kommunikationsstandard KOM-LE wird mit Systemen der CGM erprobt

CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) beteiligt sich am Feldtest des neuen Kommunikationsstandards KOM-LE. Das Verfahren soll zukünftig einen vertraulichen und sicheren Austausch von Nachrichten und medizinischen Dokumenten zwischen allen Teilnehmern der Telematikinfrastruktur (TI) ermöglichen. Erprobt wird in der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein sowie den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) Berlin, Nordrhein, Baden-Württemberg und Bayern.

Der neue Kommunikationsstandard KOM-LE (Kommunikation-Leistungserbringer) ermöglicht die Kommunikation zwischen allen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossenen Teilnehmern. Dabei können sowohl Nachrichten und Dateien, als auch mittels elektronischem Heilberufsausweis (eHBA) signierte Dokumente über eine mit Hilfe der Praxis- bzw. Institutionskarte (SMC-B) signierte und verschlüsselte E-Mail sicher über die TI ausgetauscht werden. Die Übermittlung von eArztbriefen wird als erste Anwendung des Kommunikationsstandards zur Verfügung stehen. Aktuell wird jedoch bereits diskutiert, den Fachdienst auch für die Übermittlung anderer Formulare und Anträge, wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) oder den Heil- und Kostenplan zu nutzen.

Um das Verfahren KOM-LE zu nutzen, wird der sogenannte eHealth-Konnektor benötigt. Sobald dieser zur Verfügung steht, wird voraussichtlich im ersten Quartal 2020 der Feldtest zur Erprobung des neuen TI-Kommunikationsstandards beginnen. In enger Zusammenarbeit mit der KV Nordrhein sowie den KZVen Berlin, Nordrhein, Baden-Württemberg und Bayern erproben dabei 50 Ärzte, 16 Zahnärzte, vier KZVen und ein Krankenhaus den Datenaustausch über KOM-LE.

Sichere Kommunikation dank KOM-LE

„KOM-LE ermöglicht eine sichere Kommunikation zwischen allen Gesundheitsprofis und den Institutionen des Gesundheitswesens, also sowohl für Ärzte, Zahnärzte, Kliniken, Apotheken als auch mit KVen, KZVen oder Kassen. Nach meinem Verständnis wird KOM-LE das sichere Verfahren der TI zur Übermittlung medizinischer Dokumente im Sinne des §291b Abs. 1e und damit ein Kommunikationsdienst für das gesamte Gesundheitswesen sein“, sagt Uwe Eibich, Vorstand CompuGroup Medical Deutschland AG. „Eine flächendeckende Nutzung wird dann möglich, wenn alle Praxen, Apotheken und Kliniken einen sogenannten eHealth-Konnektor haben, also ihren Konnektor per Software-Upgrade aktualisiert haben. Dieses Upgrade ist für unseren Konnektor Kocobox MED+ bereits entwickelt. Wir rechnen noch in diesem Jahr mit einer Zulassung durch die gematik. Damit wird KOM-LE für mehr als 55.000 Praxen und zahlreiche Krankenhäuser direkt nutzbar sein.“

Für die Nutzung des neuen TI-Kommunikationsstandards kann jedes Arzt- oder Zahnarztarztinformationssystem bzw. jedes Apothekenverwaltungssystem und Krankenhausinformationssystem mit einer E-Mail-Funktion oder einer herkömmlichen E-Mail-Anwendung verwendet werden. KOM-LE verschlüsselt und signiert die E-Mails automatisiert im Hintergrund. Der Fachdienst kann jedoch auch direkt in die Praxis- oder Apothekensoftware integriert werden und ergänzt dann direkt im System die vorhandenen Workflows. Allen Anwendern, die in ihrer Praxis ein Arztinformationssystem der CGM einsetzen, wird die Funktion voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2020 über ein Update zur Verfügung gestellt.

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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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