Servicebroschüre der KBV

Tipps für eine barrierefreie Praxis

Die KBV hat ihre Servicebroschüre „Barrieren abbauen“ neu aufgelegt. Ärzte finden darin zahlreiche Tipps, wie sie ihre Praxis stärker auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausrichten können.

Mit der Broschüre „Barrieren abbauen“ will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dazu beitragen, dass Patienten mit Behinderungen einen leichteren Zugang zur ambulanten medizinischen Versorgung erhalten. „Viele Praxen sind bereits auf gehbehinderte, blinde oder gehörlose Patienten eingestellt. Sie dabei zu unterstützen, noch mehr für Menschen mit Behinderung zu tun, ist ein großes Anliegen und eine Herausforderung“, sagt KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann. Um Ärzte und Psychotherapeuten bei entsprechenden Bemühungen zu helfen, hat die KBV die Broschüre jetzt neu aufgelegt. Sie kann kostenfrei per E-Mail bei der KBV bestellt werden (versand@kbv.de) und steht zudem als PDF und als barrierefreie Textversion bereit.

Schon kleine Maßnahmen helfen

Das Serviceheft zeigt auf 24 Seiten, dass sich oft schon mit kleinen Veränderungen viel erreichen lässt und sich Barrierefreiheit nicht nur auf räumliche Gegebenheiten bezieht. Dazu gehören gut sichtbare Praxisschilder, variable Sitzmöglichkeiten, eine deutliche und verständliche Sprache oder das Bereitstellen von Informationen, die auch blinde und gehörlose Menschen nutzen können. Beispiele aus der Praxis, Checklisten sowie weiterführende Informationen und Links runden das Serviceangebot ab.

Neu im Vergleich zur Erstausgabe von 2013 ist eine Seite zum Thema Demenz. Als Interviewpartner konnten die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele (SPD), und die Bundesgeschäftsführerin der Lebenshilfe, Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust, gewonnen werden.

Bauliche Veränderungen oftmals teurer

Lobend äußert sich Feldmann darüber, dass die Politik die Forderung nach speziellen KfW-Fördermitteln zum Umbau von Arztpraxen aufgegriffen habe. Eine solche Unterstützung sei dringend erforderlich. Sie weist dabei auf die Expertise eines Architekturbüros zu den Kosten des Umbaus nach der DIN-Norm 18040 (barrierefreies Bauen) von drei exemplarischen Bestandspraxen hin. Danach ist vor allem in Altbauten mit Kosten im unteren sechsstelligen Bereich zu rechnen.

Quelle: KBV

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