Irrationalitäten

Typische Anlegerfehler und wie man sie vermeidet

Niklas Hoyer, stellvertretender Leiter des Ressorts „Geld“ der WirtschaftsWoche hat es – wie viele Privatanleger – getan: Er kaufte VW-Aktien zu je 115 Euro. Hat sich die Investition schon gelohnt? Kurz gesagt: nein. Die VW-Aktie notierte am 30. Oktober zum Xetra-Handelsschluss bei 109,30 Euro. Der Buchverlust beträgt aktuell rund fünf Prozent.

Wenn man typische Anlegerfehler vermeidet (siehe Grafik unten) und einige Regeln beachtet, dann kann das Geldanlegen ganz einfach sein.

Auf wissenschaftliche Erkenntnisse verzichten
Sowohl aus der Theorie als auch der Praxis ist bekannt, dass Anleger ihr Depot unzureichend diversifizieren. Wer das Streuungsprinzip missachtet, verzichtet auf Rendite oder verliert sogar Geld. Deshalb der Tipp: Setzen Sie nie alles auf eine Karte oder, wie es die Börsenexperten sagen: „Nicht alle Eier in einen Korb legen.“ Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter: http://tinyurl.com/qfm7o47.

In Psycho-Fallen tappen
Beim Investieren tappen Privat- und Großanleger immer wieder in Psycho-Fallen (engl. Behavioural Biases). Beispiel: Home Bias. Hierbei neigen Anleger oft dazu, Aktien ihres Heimatlandes überproportional zu bevorzugen. Die mangelnde Diversifikation bewirkt, dass Anleger höhere Risiken in Kauf nehmen oder weniger Rendite erzielen.

Über kein Money Management verfügen
Verluste begrenzen – Gewinne laufen lassen, so lautet eine Börsenweisheit. Das Problem ist, dass sich Anleger an diese wichtige Regel nicht halten. Sie verkaufen Gewinneraktien zu früh und Verliereraktien zu spät, ein Phänomen, das man Dispositionseffekt nennt. Mit einem Money Management lassen sich solche Verhaltensmuster problemlos vermeiden. Im nächsten Artikel erfahren Sie mehr über das Thema.

Investieren ohne Plan
Nehmen wir das Beispiel von Niklas Hoyer. Hatte der Finanzjournalist einen Investment-Plan? Fehlanzeige. „Der Kauf war mehr Bauch- als Kopfentscheidung“, gab Hoyer in dem Kommentar „Gelebte Solidarität“ zu. Wer neben einer fehlenden Anlage-Strategie über kein Money Management verfügt, darf sich als Anleger nicht wundern, wenn das Depot im Minus liegt. Apropos: Anleger wollen Verluste tunlichst vermeiden, denn diese schmerzen zweimal mehr als Gewinne in gleicher Höhe. Dafür gibt es auch einen Fachbegriff, die sogenannte Verlustaversion. Sie zählt zu den wichtigsten Verhaltensmustern von Anlegern.

FeedbackSenden
Anzeige

CGM bindet erste Praxis an die Telematikinfrastruktur an

Nachdem CompuGroup Medical Deutschland AG als erster Komplettanbieter für alle notwendigen TI-Komponenten und -Dienste die Zulassung über die gematik erhielt, startete das Unternehmen nun die Instal... Mehr
Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Weitere Artikel zum Thema:

Surftipp

Aktien & Co. – ein Überblick



Sichere Investitionen

Aktien oder Anleihen?



Risiko steuern

Mit Money Management Verluste begrenzen


Anzeige
Drucken