Steuertipp der Woche

Überprüfung der Miethöhe bei verbilligter Vermietung

Ärzte können Ihre Immobilien zu verbilligten Preisen an Freunde oder Angehörige vermieten. Damit die Vermietung sich steuermindernd auswirkt, müssen jedoch ein paar Regeln beachtet werden.

Bei verbilligter Vermietung von Wohnungen sowohl an Angehörige als auch an fremde Dritte beträgt die Grenze 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete. Deshalb ist Folgendes zu beachten:

• Beträgt die vereinbarte Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, dann sind die mit den Mieteinnahmen zusammenhängenden Werbungskosten voll abzugsfähig.

• Liegt der Mietzins unterhalb von 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, können die Aufwendungen nur entsprechend dem entgeltlichen Anteil der Vermietung geltend gemacht werden.

• Aus diesem Grund sollten bestehende Mietverträge kurzfristig darauf geprüft werden, ob sie den üblichen Konditionen entsprechen und auch so durchgeführt werden. Dies gilt auch für die zu zahlenden Nebenkosten. Insbesondere sollte die Höhe der Miete geprüft und zum 1. Januar 2014 gegebenenfalls angepasst werden. Dabei empfiehlt es sich, nicht bis an die äußersten Grenzen heranzugehen. Eine Totalüberschussprognose ist in allen Fällen nicht mehr erforderlich.

• Der Mietvertrag muss insbesondere bei Vermietung an Angehörige einem Fremdvergleich (Vermietung an fremde Dritte) standhalten, weil er sonst steuerrechtlich nicht anerkannt wird. Die Mieten und Nebenkosten sollten von den Angehörigen pünktlich bezahlt werden.

A&W-Kommentar
Die Mieten in den Ballungsgebieten steigen stark an. Aus diesem Grund kann die 66 %-Grenze bei der ortsüblichen Miete schneller unterschritten werden, als vermutet. Nutzen Sie den Jahreswechsel zu einer Überprüfung.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und E-Mail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

 

 

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