Umfrage

Umfrage unter Ärzten: Fühlen Sie sich fair bezahlt?

Ärzte zählen in Deutschland zu den Top-Verdienern, an das Gehalt der Kollegen in vielen anderen Ländern kommen sie aber nicht heran, wie eine Umfrage zeigt. Für seinen Gehaltsreport befragte Medscape Ärzte in Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA.

Die Ärzte, die in Deutschland an der Umfrage teilnahmen, verdienen den Ergebnissen zufolge durchschnittlich 125.100 Euro brutto pro Jahr. Der Durchschnitt der Hausärzte lag sogar bei 152.500 Euro und damit deutlich über dem der Fachärzte im Allgemeinen (121.700 Euro). Mediziner, die in einem Krankenhaus angestellt sind, verdienen laut Umfrage rund 40.000 Euro weniger als die niedergelassenen Kollegen. Und: Männliche Ärzte verdienen im Durchschnitt immer ein Viertel mehr als Frauen.

Auf internationaler Ebene sind Mediziner in den USA die Topverdiener. Sie kommen durchschnittlich auf 250.400 Euro pro Jahr. Zu Großbritannien besteht hingegen kaum ein Unterschied im Einkommen (129.500 Euro Jahresbruttoeinkommen). Nach Spanien auszuwandern lohnt sich für Ärzte hingegen nicht: Dort verdienen sie durchschnittlich nur 52.800 Euro, in Frankreich sind es immerhin 95.100 Euro brutto.

Die Frage, ob sie sich fair bezahlt fühlen, haben 57 Prozent der deutschen, 75 Prozent der französischen, 81 Prozent der spanischen, 46 Prozent der britischen und auch 58 Prozent der US-amerikanischen Mediziner verneint. Sechs von zehn Medizinern empfinden ihren Verdienst als nicht leistungsgerecht. 43 Prozent wünschen sich ein Viertel mehr Gehalt, ein Drittel 50 Prozent mehr, jeder Zehnte würde das doppelte Honorar für angemessen empfinden.

Bei der Frage, wofür die Ärzte ihr Geld ausgeben, gab es länderübergreifend eindeutige Prioritäten. Das eigene Haus ist für 50 Prozent der Befragten am wichtigsten, an zweiter Stelle steht dann das Studium der Kinder, auf Platz 3 kommt das schicke Auto.

Finanzielle Probleme mit der Praxis kennt übrigens nur jeder 20. Mediziner. Deutlich häufiger kam den Befragten ein Teil des Kapitals durch ‚Scheidung‘ und ‚Fehlinvestitionen oder Aktien‘ abhanden.

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