STIFTUNG GESUNDHEIT

Umsatz mit Privatpatienten weiter stabil

Der Umsatzmix aus Leistungen für gesetzlich Versicherte und Privatpatienten ist 2011 nahezu stabil geblieben. Das ergab eine Befragung der Stiftung Gesundheit.

Die Arztpraxen in Deutschland erzielen laut der Umfrage nach wie vor rund 90 Prozent ihres Umsatzes durch Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV). Das Verhältnis zwischen diesen beiden Segmenten ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls stabil geblieben: Der PKV-Umsatz liegt bei 19,2 Prozent (2010 ebenfalls 19,2 Prozent) und damit weiterhin überdurchschnittlich hoch, da nur knapp elf Prozent der Deutschen privat versichert sind. Der Anteil des GKV-Umsatzes liegt leicht unter dem Wert des Vorjahres bei 68,7 Prozent (2010: 71,2 Prozent). Der Anteil der Selbstzahlerleistungen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben und beträgt sechs Prozent (2010: 6,1 Prozent). Zurückgegangen ist dagegen die Position „Forschung“.

Über einen längeren Zeitraum gesehen ist laut der Stiftung Gesundheit eine Steigerung der GKV-Umsätze zu beobachten: Vor fünf Jahren lag der Anteil bei lediglich 65 Prozent. Der PKV-Anteil hat sich in diesem Zeitraum nicht verändert.

A&W-Kommentar
Die sehr begrenzte Bedeutung von Forschung ist bedauerlich. Die Umfrage signalisiert, dass die klinische Forschung weitgehend an den niedergelassenen Ärzten vorbeiläuft. Jedoch wäre zu prüfen, ob nicht viele Ärzte an Studien teilnehmen, aber damit kein Einkommen erzielen. Auffallend häufig ist nämlich in Studien, an denen Praxen beteiligt sind, von der „intrinsischen Motivation von Ärzten“ die Rede.

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