Steuermonitor

Verlustbescheinigungen müssen Sie bis 15. Dezember fordern!

Der 15. Dezember eines jeden Jahres ist seit 2009 ein wichtiger Stichtag für Anleger. Bis zu diesem Datum können diese bei ihrer inländischen Depotbank über nicht ausgeglichene Verluste eine sogenannte Verlustbescheinigung beantragen.

Diese Bescheinigung ist für viele Anleger bedeutsam. Denn nur damit lassen sich Verluste bei der Bank A mit Gewinnen bei der Bank B verrechnen. Bis zur Einführung der Abgeltungssteuer (also vor 2009) konnten Anleger ihre Gewinne und Verluste aus Kapitaleinkünften in der Einkommensteuererklärung miteinander verrechnen. Dies erledigen nun in der Regel die Banken. Derjenige, der alle Depots und Konten bei einer Bank führt, braucht deshalb grundsätzlich nichts zu veranlassen. Anders ist die Situation für diejenigen, die Depots und Konten bei mehreren Banken unterhalten.

Werden bei der Bank B in 2011 Gewinne realisiert, während bei der Bank A Verluste entstanden sind, sollte man bis zum 15. Dezember 2011 einen unwiderruflichen Antrag an die Bank A richten, diesen Verlust zu bescheinigen. So kann in der Einkommensteuererklärung 2011 der Verlust bei der einen mit dem Gewinn bei der anderen Bank verrechnet werden.

Ohne Verlustbescheinigung gehen Verluste zwar nicht verloren, denn die Bank A trägt die erlittenen Verluste automatisch auf das nächste Jahr vor, aber die Verrechnung mit Gewinnen bei der Bank B kann dann für den Veranlagungszeitraum 2011 nicht erfolgen. Diese Gewinne werden dann ohne Verlustverrechnung voll versteuert.

A&W-Kommentar
Eine generelle Beantragung einer Verlustbescheinigung ist jedoch nicht sinnvoll. Zum einen kann der Verlustvortrag auf der Ebene des Kreditinstitutes günstiger sein, da die Verluste zeitnäher genutzt werden. Zum anderen ist die Einbeziehung von Aktienverlusten im Rahmen der Veranlagung gegebenenfalls ungünstiger, wenn diese in folgenden Jahren auch nicht genutzt werden können. Es ist daher immer im konkreten Fall zu prüfen, ob ein Antrag von Vorteil sein kann.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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