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Lieferengpässe: Versorgungsprobleme bei 245 Medikamenten

von Marzena Sicking

Medikamenten-Produktion
Foto: Mike Mareen - adobe.stock.com

Aktuell gibt es laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland bei 245 Arzneimitteln Lieferengpässe. Zu den wichtigsten Gründen hierfür zählen erhöhte Nachfrage und Probleme bei der Herstellung.

Das BfArM hat eine Online-Datenbank eingerichtet, die alle aktuell gemeldeten Lieferengpässe für Humanarzneimittel in Deutschland (ohne Impfstoffe) enthält. Aktuell gibt es bei 245 Arzneimitteln entsprechende Probleme (zur Datenbank).

Von den Engpässen ist derzeit auch das bei der Brustkrebstherapie benötigte Tamoxifen betroffen. Laut Pharmazeutischer Zeitung (PZ) ist der Wirkstoff in Deutschland praktisch nicht erhältlich. Für die Betroffenen ist das dramatisch, denn laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) steht eine alternative, gleichwertige Arzneimitteltherapie nicht zur Verfügung.

Indes könnte sich die Lage jetzt bald bessern, da das BMG nun offiziell einen Tamoxifen-Versorgungsmangel bekannt gegeben hat. Damit dürfen laut PZ  „Landesbehörden nun von bestehenden Regelungen abweichen, um die Versorgung zu sichern“.

Die Zahl der Engpassmeldung ist dem BfArM zufolge in den letzten Jahren deutlich gestiegen. 2019 registrierte die Behörde 355 Lieferengpassmeldungen,  2020 waren es schon 543, darunter 426 als versorgungsrelevant eingestufte Wirkstoffe.

Lieferengpässe Medikamente

Grafik: Statista

Quelle: BfArM/Statista

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