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neuraxFoundation verlost ausgebildeten Assistenzhund für Kinder mit fokaler Epilepsie

von Marzena Sicking

Assistenzhund
Foto: Deutsches Assistenzhunde-Zentrum T.A.R.S.Q./Laurence Opp | AdActa Fotomomente

Die neuraxFoundation stellt kostenlos einen fertig ausgebildeten Assistenzhund für ein Kind mit fokaler Epilepsie zur Verfügung. Die Tiere kosten üblicherweise um die 20.000 Euro. Betroffene Familien können sich ab sofort für die Auslosung bewerben.

Was macht ein Epilepsiehund?

Ein Epilepsiehund besitzt die Fähigkeit, seinen Besitzer frühzeitig vor einem fokalen Anfall zu warnen. Der Hund erkennt den Anfall zwischen 1 und 20 Minuten vor dem Eintreten und warnt. Der Patient kann sich frühzeitig hinlegen, um Verletzungen zu vermeiden und ein Notfallmedikament einnehmen. Auch in der Nacht bemerkt der Hund herannahende epileptische Anfälle und warnt.

Ein auf die Erkennung von Epilepsie ausgebildeter Assistenzhund verhilft betroffenen Kindern so zu mehr Sicherheit und Selbstständigkeit. Er beugt Verletzungen vor und kann im Ernstfall sogar Leben retten. Die Ausbildung des Assistenzhundes dauert in der Regel 2 Jahre.

neuraxFoundation übernimmt Kosten für einen Assistenzhund

Die erheblichen Anschaffungskosten für einen entsprechend ausgebildeten Assistenzhund liegen bei rund 20.000 Euro. Damit sind die Tiere für viele betroffene Familien unerschwinglich, denn die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Daher möchte die neuraxFoundation in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Assistenzhunde-Zentrum eine Familie, deren Kind an Epilepsie erkrankt ist, mit einem kostenlosen Assistenzhund unterstützen.

Bewerbungsbedingungen für ausgebildeten Epilepsiehund

Um an der Verlosung für den kostenlosen Assistenzhund teilzunehmen, sollte das Kind zwischen 6 und 14 Jahre alt sein und eine attestierte Diagnose der fokalen Epilepsieform besitzen. Notwendig ist ein Attest eines Facharztes über die Diagnose sowie die Anfallsart, das der Bewerbung beigefügt werden muss. In einem Motivationsschreiben sollte dargelegt werden, dass die Familie sich einen Warnhund bisher nicht leisten konnte, obwohl das Kind von den Fähigkeiten des Hundes enorm profitieren würde. Um sich zu bewerben, füllen die Eltern (in Vertretung für die Patienten) den Bewerbungsfragebogen aus und fügen das ärztliche Attest bei. Der Bewerbungsbogen kann auf www.assistenzhundezentrum.de/bewerbung heruntergeladen werden.

Die Bewerbungen können bis zum 10. Juni 2022 per Post an das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum, Parcusstraße 6, 55116 Mainz oder an bewerbung@assistenzhunde-zentrum.de gerichtet werden.

Individuelle Auswahl des Hundes im Deutschen Assistenzhunde-Zentrum

Nach erfolgreicher Verlosung wird mit dem Kind und seiner Familie ein Kennenlernen mit mehreren Epilepsiewarnhunden arrangiert. Dieses dauert etwa zwei bis drei Tage und dient dem Ziel, mithilfe des Trainers herauszufinden, welcher Hund am besten zum betroffenen Kind passt. Daraufhin beginnt eine zweiwöchige Einarbeitung, um sich an das neue Familienmitglied zu gewöhnen und den Alltag anzupassen. So kann das Leben mit dem Assistenzhund auch in Zukunft erfolgreich gestaltet werden.

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