Honorare

Heilbehandlungen: Verträge mit heilbehandelnden Subunternehmern genau regeln

Um Entgelte für Heilbehandlungen umsatzsteuerfrei zu behandeln, ist Voraussetzung, dass die Leistungen von einer Person mit entsprechender beruflicher Qualifikation (z. B. einem Arzt) erbracht werden. Das ist bei Kooperationen wichtig.

Einnahmen, die dagegen beispielsweise eine Kosmetikerin aus der Aknebehandlung von Patienten eines Hautarztes von diesem erhält, unterliegen der Umsatzsteuer. Dabei spielt es keine Rolle, dass die den Patienten in Rechnung gestellten Beträge beim Hausarzt als steuerfreie Umsätze zu behandeln sind.

Maßgebend ist, dass eine Kosmetikerin nicht über den erforderlichen Befähigungsnachweis (Träger eines ärztlichen oder arztähnlichen Berufs) verfügt. Dies hat der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen V R 47/09) entscheiden.

A&W-Kommentar
Das Urteil verdeutlicht, dass die Vertragsverhältnisse zwischen Arzt und dem weiteren Dienstleister genau zu regeln sind. Für den Arzt stellt die Umsatzsteuer gegebenenfalls einen zusätzlichen Kostenfaktor dar. Muss der Dienstleister die Umsatzsteuer nachträglich abführen, kann er sie in der Regel ohne Vertragsgrundlage nicht mehr nachfordern.

Autor: Bernhard Mayer, Rechtsanwalt und Steuerberater in München, Sie erreichen ihn unter Telefon: 089 88949490, Fax: 089 8894949200 und eMail: kanzlei@bernhard-mayer.biz

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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