Karrierekompass

Von der Uni in den weißen Kittel: Die Karrierewege der Ärzte, Apotheker und Zahnärzte

Eine Gemeinsamkeit haben die Ausbildungswege von Ärzten, Apothekern, Zahnärzten, Tierärzten und Psychologischen Psychotherapeuten: Sie beginnen mit einem Hochschulstudium. Wie es nach dem Universitätsabschluss weitergeht und welche Karrierewege auf die Absolventen aus den Heilberufen warten, zeigt die Deutsche Apotheker- und Ärztebank in einer aktuellen Übersicht.

Karrierewege von Ärzten

Assistenzärzte in Weiterbildung

Nach der staatlichen Zulassung (Approbation) können Assistenzärzte in Weiterbildung entweder im Krankenhaus oder in ärztlichen Praxen ein Anstellungsverhältnis finden. Die Ärzte assistieren während dieser Phase bei Operationen, unterstützen bei der Betreuung und der Behandlung der Patienten und übernehmen allgemeine Dokumentationspflichten.

Karrierewege ÄrzteFacharzt: stationär oder ambulant?

Wenn Ärzte den Facharzttitel erhalten, können sie sich für einen von zwei Karrierewegen entscheiden. Entweder beginnen sie eine stationäre oder eine ambulante Laufbahn.

Stationärer Facharzt

In der stationären Laufbahn arbeiten Fachärzte mit abgeschlossener Facharztausbildung als Assistenzärzte in Krankenhäusern oder ambulanten Praxen. Das Eintrittsalter liegt durchschnittlich bei Ende zwanzig. Fachärzte assistieren bei Operationen und übernehmen die Betreuung und Behandlung der Patienten auf der Station oder in der Praxis.

Stationärer Oberarzt

Der stationäre Oberarzt ist im Krankenhaus durchschnittlich zwischen 30 und 35 Jahren alt. Er führt Operationen und komplexe Behandlungen durch und ist für die Versorgung und die Ausbildung der Assistenzärzte verantwortlich.

Er ist für die medizinischen Teil- und Funktionsbereiche der Klinik verantwortlich. Er trägt Führungsverantwortung für die Assistenzärzte und untersteht dem zuständigen Chefarzt. Je nach Größe der Station teilt er sich die Verantwortung mit weiteren Oberärzten. Durch die tägliche Stationsarbeit, die Visiten und Operationen pflegt der stationäre Oberarzt einen intensiven Patientenkontakt.

Leitender Oberarzt (stationär)

Der leitende Oberarzt in einem Krankenhaus übernimmt die Durchführung von Operationen und komplexeren Behandlungen. Er hat den Facharzttitel (ggf. mit Schwerpunktqualifikation) und kann mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen. Der Arbeitsalltag beinhaltet die Versorgung der Patienten, die strategische Organisation der Station und die Vertretung des Chefarztes. Er übernimmt Dokumentationspflichten, die Erstellung von Dienst- und Urlaubsplänen, Budget- und Controllingaufgaben und das Qualitätsmanagement. Der leitende Oberarzt leistet Rufbereitschaft und trägt Personalverantwortung.

Stationärer Chefarzt

Das Eintrittsalter als Chefarzt in einem Krankenhaus liegt durchschnittlich zwischen 35 und 49 Jahren. Er verfügt über den Facharzttitel, mehrjährige Berufserfahrung, kann wirtschaftliche Kenntnisse vorweisen und hat in der Regel promoviert. Er ist für die Beratung und Beaufsichtigung der Stations-(Ober-)ärzte verantwortlich, übernimmt komplexe Operationen und die Behandlung von Privatpatienten.

Ambulante Laufbahn von Ärzten in einer Einzelpraxis

Wenn Ärzte eine ambulante Berufslaufbahn einschlagen, sind sie häufig einem Praxisinhaber unterstellt. Dennoch verfügen sie über eine hohe medizinische Freiheit. Die Unabhängigkeit in einer ambulanten Praxis in organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht ist sehr hoch. Der Praxisinhaber trägt die Personal-, Raum- und Gerätekosten.

Ambulante Laufbahn von Ärzten in Kooperationen

Wenn Ärzte in Kooperationen zusammenarbeiten, ergeben sich drei Arten von Anstellungsverhältnissen: eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und Jobsharing.

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