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Telematikinfrastruktur: Vorbereitungen für bundesweiten Roll-out in vollem Gange

In 500 Praxen befinden sich die Ärztinnen und Ärzte gerade mitten in der Erprobung des Online-Rollouts der elektronischen Gesundheitskarte. Seit im November 2016 der Startschuss in Sachen Telematikinfrastruktur (TI) für die Testregion Nordwest fiel, hat sich viel bewegt. Wenn am 1. Juli 2017 der flächendeckende Roll-out startet, sollten Ärzte gut informiert sein, und vor allem nicht zu lange mit der TI-Anbindung warten.

E-Health-Gesetz gibt den Zeitplan vor

Am 1. Juli 2018, somit bereits ein Jahr nach Start des bundesweiten Roll-outs der Telematikinfrastruktur, müssen sämtliche Arzt- und Zahnarztpraxen, Kliniken und psychologische Psychotherapeuten an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sein. Insgesamt rund 173.000 Einrichtungen sind davon betroffen. Der zeitliche Ablauf sowie die zu beachtenden Fristen werden dabei klar vom E-Health-Gesetz vorgegeben. Das zentrale Ziel des Anfang 2016 in Kraft getretenen Gesetzes: Über die bundesweite Einführung der TI sollen zukünftig alle Akteure des Gesundheitswesens, auch Apotheken und Krankenkassen, miteinander vernetzt werden, um so den sicheren Datenaustausch – auch über Sektorengrenzen hinweg – zu erleichtern.

Einigung über Förderungsvereinbarung erzielt

Damit Ärzte nicht auf den Kosten für den Anschluss sitzen bleiben, haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Krankenkassen eine Finanzierungsvereinbarung geschlossen. Ärzte und Psychotherapeuten haben dadurch Anspruch auf eine finanzielle Förderung der erforderlichen initialen TI-Ausstattungs- und Betriebskosten durch die Krankenkassen. Auch für die Zahnärzte gibt es bereits eine entsprechende Grundsatzfinanzierungsvereinbarung, geschlossen durch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und GKV-Spitzenverband.

Nicht zu lange warten!

Es empfiehlt sich Ärzten die Entscheidung für die Beauftragung der Installation nicht zu lange hinauszuzögern. Für eine zeitnahe Anbindung sprechen zum einen die sinkenden Förderungsbeträge. Die volle Höhe der vereinbarten Beträge gilt nur für das dritte Quartal 2017. In den drei Folgequartalen sinkt der Betrag um jeweils 10 Prozent. Zum anderen müssen alle betroffenen Akteure, die ab Juli 2018 nicht an die Telematikinfrastruktur angebunden sind, und somit den Versichertenstammdatenabgleich nicht durchführen können, mit Honorarkürzungen rechnen. So sieht es das E-Health-Gesetz vor. Hinzu kommt: Wenn alle potenziellen Anwender erst 2018 eine Installation für die TI-Anbindung beauftragen, ist leicht vorhersehbar, dass der Termin 1. Juli 2018 nicht mehr für jede Einrichtung gehalten werden kann.

Der erste Schritt: Informieren!

Die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigungen informieren in Broschüren und auf ihren Seiten im Internet rund um das Thema Telematikinfrastruktur. Unter cgm.com/wissensvorsprung stellt auch CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) bereits vor Einführung der Telematikinfrastruktur alle relevanten Informationen zur Verfügung. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich für den CGM TI-Newsletter zu registrieren. Der Newsletter informiert regelmäßig über Entwicklungen und Chancen der TI. Die CGM war und ist maßgeblich an den Entwicklungen für die TI beteiligt. Als Teil eines der beiden durch die gematik beauftragten Konsortien stattet CGM aktuell die an der Erprobung teilnehmenden 500 Praxen und Krankenhäuser mit den CGM TI-Komponenten, u. a. dem TI-Konnektor KoCoBox MED+, aus. Hier ist man zuversichtlich, dass binnen eines Jahres alle Praxen ausgestattet werden können. Ende Juli sollen die ersten Geräte zur Verfügung stehen, noch im dritten Quartal 2017 soll dann der Rollout auf breiter Front starten.

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Jürgen Veit

Jürgen Veit

Leiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Jürgen Veit ist bei der CompuGroup Medical Deutschland AG für die Kommunikation D-A-CH verantwortlich. Der Kommunikationswirt war vorher rund 25 Jahre in führenden Funktionen in internationalen Kommunikationsagenturen tätig.

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