Vorsorge

Rentenpolicen: Vorsicht bei der Auswahl!

Vertreter empfehlen jetzt gern fondsgebundene Rentenversicherungen. Weil sie die Vorzüge der traditionellen Privatrente mit den Wertsteigerungen der Kapitalmärkte kombinieren. Experten warnen aber vor Blindgängern.

Die Sparanteile fondsgebundener Rentenpolicen werden in Investmentfonds angelegt – also mit Aktien, Festverzinslichen oder Immobilien. Da aber niemand weiß, wie die Sache läuft, gibt es keine garantierte Rentenhöhe. Jüngst nahm sich Finanztest diese Policen zur Brust: Die Unterschiede sind gewaltig. Vor allem schwanken die Kosten enorm. Zudem haben viele Gesellschaften arg schwache Fonds im Angebot.

Leistungen bei Tod des Kunden in der Ansparphase können unterschiedlich vereinbart werden. Hier gibt es die Beitragsrückgewähr, wobei die Angehörigen im Todesfall des Kunden die einge- zahlten Beiträge erhalten. Als weitere Variante werden im Todesfall 60 Prozent der vereinbarten Beitragssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Die Rentenversicherung eignet sich deshalb nicht als Vorsorge für eine Familie.

Kursgewinne und Dividenden bleiben bei fondsgebundenen Rentenversicherungen in der Ansparphase – im Gegensatz zu reinen Fondssparplänen – grundsätzlich steuerfrei. Auch bei der Auszahlung wird nur der Ertragsanteil besteuert. Wer sich das Geld auf einmal auszahlen lässt, muss die Hälfte der Erträge versteuern. Trotz Steuervorteilen entscheidet aber immer noch die Qualität der Fondspolice.

A&W-TIPP

Darauf kommt’s an

■ Die Auswahl eines Fonds ist schwierig. Finanztest veröffentlicht monatlich eine höchst informative und detaillierte Übersicht über 5.000 Fonds.

■ Je jünger Sie sind, desto mehr Geld sollten Sie in Aktienfonds stecken. Achten Sie gegen Vertragsende darauf, dass Ihr Versicherer rechtzeitig Kursgewinne sichert, indem er in risikoarme Papiere umschichtet.

■ Wählen Sie volldynamische Auszahlungsform. Die Überschüsse aus Ihrem Vertrag werden dazu verwendet, die Rente peu à peu zu erhöhen. Unter eine einmal erreichte Höhe kann der monatliche Rentenbetrag nicht mehr sinken.

■ Bei den meisten Versicherungsgesellschaften können Sie zur Fondspolice einen kleinen Berufsunfähigkeitsschutz abschließen. Diese Option ist für Sie, wenn Sie jünger sind, nicht sehr teuer.

■ Ein Kapitalwahlrecht sollte Ihnen auf jeden Fall gewährt sein. Sie können dann am Ende der Einzahlung oder kurz zuvor erklären, dass Sie statt einer Rente lieber eine Einmalzahlung oder die Übertragung der Fondsanteile in Ihr eigenes Depot wünschen.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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