EC-Karten

Datenmissbrauch: Verbraucherzentrale kritisiert EC-Netzbetreiber

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert die Praxis von EC-Netzbetreibern, Kundendaten zu speichern. Verbraucher sollten genau auf das Kleingedruckte achten.

„Es geht hier um sensible Daten. Verbraucher müssen die Möglichkeit zum Widerspruch haben“, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Auch der Handel sei in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass sich ihre Dienstleister an Recht und Gesetz halten. Laut vzbv legen EC-Netzbetreiber bei der Abwicklung von Zahlungsvorgängen zwischen Händler und Bank umfangreiche Datenbanken an. Die Einwilligung zur Speicherung von Konto- und Kartennummer, Ort des Einkaufs und Rechnungsbetrag gäben die Kunden ohne Wissen mit ihrer Unterschrift auf dem Zahlungsbeleg. Der vzbv sieht darin einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz. „Die Einwilligung in eine weitergehende Speicherung darf Verbrauchern nicht einfach mit dem Kassenzettel untergeschoben werden. Sie müssen dem widersprechen können, ohne damit die bargeldlosen Zahlung zu blockieren“, so Billen. Wie genau die Branche die gesammelten Daten verwende, sei bislang nicht bekannt.

Der vzbv sieht im Aufbau von umfangreichen Datenbanken durch EC-Netzbetreiber die Souveränität der Verbraucher über ihre Daten bedroht. „Die Erstellung von Nutzerprofilen liegt auf der Hand, das ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum gläsernen Kunden“, sagte Billen.

A&W-Tipp
Achten Sie genau auf die Kassenzettel-Texte, bevor Sie diese unterschreiben. Denn die Zahlung per Unterschrift bedeutet nicht zwangsläufig die Aufnahme in eine derartige Datenbank.

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