Abrechnung

GKV und PKV: Vorsicht Erbsenzähler!

Nicht nur die PKV, auch die GKV reguliert unterschiedlich. Für Niedergelassene ist deshalb wichtig, wo ihr Patient versichert ist. Bei kleinlicher Regulierungspraxis ist Ärger programmiert. Wir geben Tipps, wie Sie selbigen vermeiden können.

PKV und GKV werden ungefähr im gleichen Maße von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen betroffen. Die Privaten arbeiten schon lange mit EDV-gestützten Abrechnungsprogrammen, die jede kleine Lücke bei GOÄ-Vergehen sofort aufdecken. Aber dies steht nicht im Vordergrund. Ärger gibt es immer auch dann, wenn bislang gezahlte Leistungen plötzlich wegfallen. Oder es wird die medizinische Notwendigkeit bezweifelt.

Optiker in Rage. So sorgt etwa bei den Augenoptikern die PKV-Regulierungspraxis für Unmut. Speziell Debeka und DKV werfen sie vor, Brillen- Rechnungen oft ohne sachliche Grundlage systematisch in Zweifel zu ziehen und die Versicherten so zu verunsichern. Häufig ist das Erstattungsverhalten der Versicherer direkt von deren Kosten- beziehungsweise Ertragssituation abhängig. „Patienten, die bei Versicherern mit hohen Kostenquoten versichert sind, leiden tendenziell mehr“, sagt Bernd Helmsauer, Chef der Nürnberger Helmsauer-Gruppe. Allerdings hänge auch das Abrechnungsverhalten „mit einigen wenigen schwarzen Schafen aus der Ärzteschaft zusammen, die den Bogen überspannen und regelmäßig einen ganzen Berufsstand in Misskredit bringen!“

Bürokratische AOK. Obwohl 90 Prozent der GKV-Leistungen genormt sind, gibt es auch hier unterschiedliches Regulierungsverhalten. So hat die eine Kasse eine Leistung, die die andere nicht bietet. Bürokratischen Aufwand gibt es vor allem bei der AOK. „Ich weiß oft schon im Vorfeld, dass Ärger programmiert ist“, zitiert Focus einen Mediziner. Focus hat eine Umfrage initiiert, die Überraschendes zutage brachte. Gut abgeschnitten haben die Betriebskrankenkassen, die oftmals „schnellen Service und hohe Kulanz“ bieten. Ein anderer Arzt zieht als Fazit, dass Kassen mit niedrigen Beiträgen auch niedrigere Verwaltungskosten haben: „Die beschäftigen weniger Sachbearbeiter, die meine Patienten gängeln.“

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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