Kostenlos ist nicht immer ohne Kosten

Vorsicht: Hier lauern Gebührenfallen bei Ihrer Bank!

Die laufenden Kosten für ein typisches Girokonto liegen häufig bei über 100 Euro im Jahr. Geld, das sich mit dem Wechsel zu einer günstigen Bank leicht einsparen lässt. Wenn man das Kleingedruckte richtig liest.

Zahlreiche Kreditinstitute in Deutschland bieten mittlerweile Girokonten zum Nulltarif, also ohne laufende Grundgebühren. Allerdings kann es je nach Angebot und individueller Nutzung doch teuer werden. Auf diese Punkte sollten Sie deshalb besonders achten:

Mindesteingänge. Mitunter ist der Verzicht der Bank auf eine laufende Grundgebühr an die Bedingung geknüpft, dass monatlich mindestens ein bestimmter, nicht zu geringer Geldbetrag auf dem Konto eingeht, etwa in Höhe Ihres Gehaltes. Ansonsten werden Gebühren von manchmal sechs Euro jeden Monat fällig. Solche Angebote können sich also leicht als Flop erweisen.

Kontoauszüge. Eine ständige Kontrolle der Finanzlage ist wichtig, um etwa eine drohende Überziehung zu erkennen, damit Sie beim Einkaufen keine böse Überraschung erleben. Mancher Billiganbieter knöpft den Kunden aber Gebühren dafür ab, wenn der Kontoauszug in Papierform zugeschickt wird. Kostenlos ist oft nur der Online-Kontoauszug. Mitunter gibt es Kontoauszüge auch nur alle drei Monate.

Telefonnummer. Online lässt sich viel erledigen. Aber mitunter möchten Bank- Kunden doch das eine oder andere direkt am Telefon mit der Bank besprechen. Ist die Bank nur über eine teure Servicenummer erreichbar, kann das ebenfalls ins Geld gehen. Kostenlos ist für Bankkunden also nur dann wirklich kostenlos, wenn die mit ihren Beratern gebührenfrei über eine 0800er Vorwahl kommunizieren können.

Kreditkarte. Beim Online-Shopping oder bei der Buchung von Mietwagen ist die Kreditkarte fast unverzichtbar geworden. Bei manchen Gratis-Girokonten soll der Kunde für die Kreditkarte aber extra bezahlen – mitunter bis zu 30 Euro im Jahr.

Bargeld-Automaten. Zum Gebührengrab kann das kostenlose Girokonto werden, wenn der Kunde kaum Möglichkeiten hat, sich ohne Extra-Kosten etwa auf Reisen mit Bargeld zu versorgen. Das kann vor allem bei Anbietern mit wenigen Geldautomaten passieren. Die Kosten für so genannte „Fremdabhebungen“ bei anderen Instituten können vier oder fünf Euro betragen – pro Auszahlung.

Überziehungszinsen. Jedem kann es passieren, dass er sein Girokonto mal überziehen muss, etwa weil plötzlich eine Autoreparatur doch viel teurer geworden ist, als man angenommen hatte. Dann sollten Überziehungszinsen mäßig sein und dem insgesamt immer noch vergleichsweise niedrigem Zinsniveau entsprechen. Zinsen von über 13 Prozent pro Jahr sind nicht fair.

Guthabenzinsen. Andererseits sollte es das Kreditinstitut honorieren, wenn regelmäßig ein kleines oder großes Guthaben auf dem Girokonto steht. Immerhin kann die Bank mit dem Geld arbeiten und daran verdienen. Zumindest aber sollte es möglich sein, einen Guthaben- Betrag auf dem Girokonto unkompliziert in eine gut verzinste Sparanlage umzuschichten, denn entgangene Guthaben- Zinsen sind wie eine Gebühr.

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Sieben Mal versteckte Kosten

1. Gebühren werden am Schluss doch erhoben, wenn ein monatlicher Mindesteingang auf dem Konto nicht erreicht wird.

2. Kontoauszüge auf Papier und deren Zusendung lässt sich manche Bank gut bezahlen.

3. Dass ein Anruf bei Ihrer Bank ins Geld geht, weil Gebühren erhoben werden, ist nicht notwenig.

4. Die Kreditkarte, die es anderswo ohne Berechnung gibt, wird Ihnen gesondert in Rechnung gestellt.

5. Hat Ihre Bank zu wenig Automaten, müssen Sie sich Bargeld bei der Konkurrenz teuer besorgen.

6. Mit horrenden Überziehungszinsen finanziert die Bank Ihr „kostenloses“ Girokonto.

7. Auch Guthabenzinsen sind wichtig – und ob sich Geld bequem auf andere Konten transferieren lässt.

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