Schneeballsystem

Vorsicht vor angeblichen Traumrenditen

Angesichts der Niedrigzinsen bei Banken versuchen immer mehr Anlagebetrüger liquide Kunden anzulocken. Auch Ärzte sind eine beliebte Zielgruppe. Versprochen werden Traumrenditen, das Resultat ist aber Abzocke. So durchschauen Sie die Anlagebetrüger.

Acht Prozent Rendite bei hoher Sicherheit und 100 Prozent steuerfrei – so lautete eine aktuelle Anzeige im Internet. Nicht wenige fallen auf solche Versprechen herein. Die Maschen der Tricksereien sind vielfältig. Einer kaufte den Mantel einer inaktiven GmbH, versah es mit einem schicken Logo und legte los. Ein Anderer versprach preisgünstige Mitarbeiteraktien großer Unternehmen. Ein Dritter prellte seine Kunden mit einem geschlossenen Immobilienfonds mit Beteiligungen an einem Einkaufszentrum in Kanada.

Die Liste der Anlagebetrüger ist endlos. Meist wird ein hochrentables Depot versprochen. In Wirklichkeit fließen die Gelder in ein Schneeballsystem: Die letzten Anleger bezahlen mit ihren Einlagen die Scheingewinne ihrer Vorgänger. Dieses alte System hatte schon vor fast hundert Jahren eine Münchner Kauffrau ins Leben gerufen. Die besorgten Bürger brachten scharenweise ihr Kapital zur „Wundergeldheilerin“. Sie zahlte die ersten Anleger mit dem Geld der nächsten Kunden aus. Die Mundpropaganda florierte. Bis die Blase platzte.

Wie erkennt man Anlagebetrüger? Hohe Renditeversprechen sind immer dubios. Vor allem bei Firmen, die unter GmbH & Co. KG firmieren, ist Vorsicht angesagt. Auch unvollständige Prospekte sind immer verdächtig. Eine gute Hilfe stellt die Warnliste der Stiftung Warentest dar. Sie gibt einen Überblick über faule Offerten, von denen die Experten von Finanztest warnen: www.test.de/Warnliste-Geldanlage.

Im Juli 2015 ist das Kleinanlegerschutzgesetz in Kraft getreten. Damit können Anleger dank neuer Transparenzregeln und verbesserter Informationen künftig die Risiken von Vermögensanlagen besser einschätzen.

Zudem wurde die Finanzaufsicht gestärkt, um Anleger besser vor Reinfällen zu schützen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kann künftig bei Missständen eher eingreifen und den Vertrieb von Geldanlageangeboten untersagen können. Außerdem gilt für Vermögensanlagen künftig eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren.

Anzeige

Dr. med. Hennefründ: „Sichere Liquiditätsplanung dank der PVS!“

Die „tagesklinik Oldenburg“ ist eine gynäkologische Klinik und ein Kinderwunschzentrum, also ein Zusammenschluss von mehreren Ärzten. Da ist eine verlässliche Liquiditätsplanung besonders wich... Mehr
Author's imageServiceredaktion

Weitere Artikel zum Thema:


Absicherung für den Ernstfall

Risikolebensversicherung: Absicherung für die Familie


Vorsorge

Rentenpolicen: Vorsicht bei der Auswahl!




Anzeige