Ärzteversorgung

Versorgungswerk: Warum jetzt viele freiwillig aufstocken

Gerade in unsicheren Zeiten wie diesen zahlen immer mehr Ärzte und Zahnärzte freiwillige Beiträge in ihr Versorgungswerk. Warum? Weil sich das für die Mitglieder aus verschiedenen Gründen lohnen kann.

Wer selbst Geld anlegt, wird wenig bekommen: Anleihen geben derzeit kaum was her, Tages- und Festgeld bringen nicht mal zwei Prozent. Daher stocken immer mehr Mediziner ihre Rente beim Versorgungswerk auf. Dort wird professionell Geld gemanagt, mit einem breit aufgestellten Portfolio. Gerade ältere Ärzte und Zahnärzte sollten auch aus steuerlichen Gründen ihre Mitgliedschaft im Versorgungswerk nutzen, um den geförderten Maximalbeitrag von 40.000 Euro (Verheiratete) als Sonderausgabe auszuschöpfen.

Den Aktienanteil haben einige Versorgungswerke inzwischen wieder auf zehn bis zwölf Prozent hochgefahren. Er lag vor Jahresfrist noch bei zwei bis drei Prozent. „Wenn aber in Aktien angelegt wird, dann soll in irgendeiner Form eine entsprechende Absicherung erfolgen“, sagt Peter Hartmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft berufständischer Versorgungswerke (ABV). Gemeint ist: Es soll ein entsprechendes Risikokapital gegenüber gestellt werden. Zwar haben einige den Rechnungszins von bisher vier Prozent gesenkt, doch hat dies auf die spätere Rendite keine direkte Auswirkung. Entscheidend ist, was per Saldo erwirtschaftet wird. Das ist‘s, was dann an die Beitragszahler weiter fließt.

Die Rente mit 67 spielt da auch mit hinein. Sie wurde inzwischen fast von allen Versorgungseinrichtungen eingeführt. Wichtigster Grund: die erhöhte Lebenserwartung der Ärzte und Zahnärzte, die im Schnitt vier Jahre über dem Bundesdurchschnitt liegt. Und die wiederum beeinflusst die Dynamisierung. Es gibt Nullrunden, aber auch eine Rentensteigerung von zwei Prozent in 2010 (siehe etwa Bayerische Ärzteversorgung).

Ärztinnen, die Kinder erziehen, und vorübergehend nicht praktizieren, bekommen für die Auszeit keine Leistungen. Seit kurzem aber haben Mütter und auch Väter die Möglichkeit, sich ihre Kindererziehungszeiten bei der Deutschen Rentenversicherung anrechnen zu lassen. Beispiel: Für jedes Kind, das ab dem 1. Januar 1992 geboren ist, werden drei Versicherungsjahre angerechnet. Hartmann: „Diese neue Möglichkeit wird gut angenommen!“

Praxis-Tipps für Mitglieder

So geht‘s!

  • Freiwillige Zusatzbeiträge für die Versorgung lohnen derzeit mehr als Tages- oder Festgeld oder Anleihen.
  • Für das Jahr 2010 erkennt das Finanzamt 70 Prozent von 40.000 Euro als Sonderausgaben (bei Verheirateten) an.
  • Dieser Prozentsatz erhöht sich jährlich um zwei Prozent bis auf 100 Prozent im Jahr 2025.
  • Freiwillige Mehrzahlungen werden wie Pflichtbeiträge verrentet. Sie nehmen im gleichen Umfang an der Dynamisierung teil.
  • Die durchschnittliche Rente im Ärzte- Versorgungswerk ist mit 2.200 Euro doppelt so hoch wie in der Gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Seit kurzem können sich Mütter und Väter Erziehungszeiten bei der Gesetzlichen Rentenversicherung anrechnen lassen.
  • Fehlt etwa einer Ärztin ein Beitragsjahr, so kann Sie für zwölf Monate rund 80 Euro an die Rentenkasse zahlen, wenn sie das Rentenalter erreicht. Dies würde rund 100 Euro Monatsrente bringen.
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