Eigenheim

Was beim Vermieten bisher selbst genutzter Objekte wichtig ist

Hier erfahren Sie, was beim Vermieten bisher selbst genutzter Objekte wichtig ist.

Dazu sollte der Zeitpunkt der Renovierungsarbeiten sorgfältig geplant werden. Ausgaben, die im Hinblick auf eine künftige Vermietung getätigt werden, sind als Werbungskosten abzugsfähig. Beim Renovieren für Vermietungszwecke ist jedoch Vorsicht geboten. Diese Renovierungsarbeiten werden oftmals frühzeitig angegangen, also noch während der Selbstnutzungsphase, um nach dem Umzug einem längeren Leerstand und damit Mietausfall vorzubeugen. Steuerlich ist diese Vorgehensweise allerdings höchst problematisch. So hat der Bundesfinanzhof (BFH) jüngst in seinem Urteil vom 1. April 2009 (IX R 51/08) bestätigt, dass noch während der Selbstnutzungsphase getätigte Instandsetzungsaufwendungen grundsätzlich keine vorab entstandenen Werbungskosten im Hinblick auf eine künftige Vermietung sind. Im Streitfall hatte ein Ehepaar etwa ein Jahr vor seinem Auszug aus der Familienwohnung die Heizungsanlage wegen einer geplanten Vermietung erneuern lassen.

A&W-Tipp

Rein steuerlich gesehen ist es am sinnvollsten, das Objekt erst nach Beendigung der Selbstnutzung zu renovieren. Ist dies nicht gewünscht, sollten Sie zumindest darauf achten, dass die Arbeiten erst in den letzten Wochen oder Tagen der Selbstnutzung durchgeführt werden. Im umgekehrten Fall, also beim Renovieren oder Instandsetzen noch während der Vermietungszeit und vor einer etwaigen Selbstnutzung, sind die Aufwendungen grundsätzlich als Werbungskosten abzugsfähig. Hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Vermietung nach der Renovierung auch noch einige Monate andauert. Der Zeitpunkt der Zahlung der Rechnung spielt dann keine Rolle. In der Praxis gilt zu bedenken, dass umfangreiche Renovierungen noch während der Vermietungsphase zu einer eingeschränkten Nutzung des Objekts durch den Mieter führen und deshalb womöglich nur eine geringere Miete erzielt wird, sofern der Mieter die Arbeiten überhaupt duldet.

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