Bildergalerie „Zukunftsbild Heilberufler 2030“

Was Heilberufler 2030 verdienen möchten – und andere Zukunftsaussichten

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat rund 400 Ärzte, Zahnärzte und Apotheker befragt, wie sie die künftigen Entwicklungen im Gesundheitswesen sehen. Besonders auffällig: Wenn es darum geht, welcher Brutto-Jahreslohn Heilberufler künftig für angemessen halten, zeigen sich große Unterschiede zwischen den Fachbereichen.

Die zunehmende Feminisierung der Heilberufe, der Trend zur Teilzeitbeschäftigung und Kooperationen, verbunden mit dem demografischen Wandel und dem technologischen Fortschritt verändern die Patientenversorgung. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat rund 400 Ärzte, Zahnärzte und Apotheker befragt, wie sie selbst die künftigen Entwicklungen im Gesundheitswesen einschätzen. Die Ergebnisse werden in der repräsentativen Studie „Zukunftsbild Heilberufler 2030“ dargestellt, die gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut forsa durchgeführt wurde.

Die Rolle des Heilberuflers verändert sich

Über alle Heilberufsgruppen hinweg geht die überwiegende Mehrheit der Befragten davon aus, dass der Heilberufler im Jahr 2030 als Dienstleister wahrgenommen (83 Prozent), während das Image als „Halbgott in Weiß“ endgültig überholt sein wird (79 Prozent). Insgesamt aber zeichnen die Heilberufler ein selbstbewusstes Bild von ihrem Berufsstand: 71 Prozent sind sich sicher, dass sie auch im Jahr 2030 hohes Vertrauen in der Bevölkerung genießen werden.

Interessante Unterschiede beim Wunscheinkommen

Das möchten die Heilberufler sich auch entsprechend vergüten lassen. Danach gefragt, welchen Brutto-Jahreslohn sie im Jahr 2030 für angemessen halten, antworteten 23% der befragten Allgemeinmediziner: „über 200.000 Euro“. Im Durchschnitt sehen sich nur 11% der Heilberufler 2030 in dieser Verdienstklasse. Bei Humanmedizinern waren es 15%. Deutlich mehr von ihnen, nämlich 20%, betrachtet einen Brutto-Jahreslohn von 81.000 bis 100.000 Euro für richtig. Bei Fachärzten sind es sogar 29%, die dieses Verdienstvolumen für angemessen halten.

Die Details sowie weitere Ergebnisse der Studie haben wir in der folgenden Grafik-Galerie zusammengefasst:

Ärzte

Zur Bildergalerie Zukunftsbild der Heilberufler

Der Patient wird anspruchsvoller

Zugleich rechnen 91 Prozent der Ärzte, Zahnärzte und Apotheker damit, dass der Patient in Zukunft höhere Ansprüche an ihre Leistungen stellen wird. Nicht zuletzt dadurch, weil er im Jahr 2030 informierter sein wird als heute, davon sind 85 Prozent der Befragten überzeugt. Zudem halten es 59 Prozent für wahrscheinlich, dass der Patient auch häufiger bereit sein wird, für Gesundheitsleistungen selbst zu zahlen.

 Die Heilberufler-Patienten-Bindung bröckelt

65 Prozent der Befragten fürchten, dass es 2030 eine geringere Bindung zwischen dem Heilberufler und seinen Patienten beziehungsweise Kunden geben wird. Dazu trägt auch die sich wandelnde Struktur der ambulanten Versorgung mit weniger Einzelpraxen und mehr Kooperationen bei: Sie führt häufiger zu einem Wechsel des Arztes und infolgedessen auch zu einer geringeren sozialen Verbundenheit mit diesem. Fallen die Stammpatienten weg, wirkt sich das natürlich auch auf die wirtschaftliche Situation und den Wiederverkaufswert der Arztpraxen aus.

 Spezialisierung und Kapitalisierung prägen das künftige Gesundheitswesen

Die Heilberufler sind sich weitgehend einig (90 Prozent), dass Spezialisierung künftig in allen Bereichen – ob Studium, Praxis oder Apotheke – eine notwendige Vorrausetzung für den eigenen Erfolg darstellt. Zusätzlich erwarten mehr als 80 Prozent der befragten Ärzte, Zahnärzte und Apotheker eine zunehmende Kapitalisierung der Versorgungsstrukturen, bei der Praxen und Apotheken durch private Investoren aufgekauft und in bundesweiten Kettenkonzepten integriert werden.

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