Zum Drucken hier klicken!

- arzt-wirtschaft.de - https://www.arzt-wirtschaft.de -

Was Immobilienkäufer jetzt beachten müssen


Protect a Property from the Weather

Eine kluge Anlagestrategie ist in wirtschaftlich schwierigen Phasen wichtiger denn je. Wer während der aktuellen Pandemie größere Investments plant, muss daher besonders vorausschauend agieren – und vermeintliche Selbstverständlichkeiten überdenken.

In unsicheren Zeiten wächst der Wunsch nach bleibenden Werten. Damit untrennbar verbunden ist die Sehnsucht nach den eigenen vier Wänden. Eine eigene Immobilie verspricht nicht nur Wertbeständigkeit oder gar -steigerungen. Eigennutzer müssen sich auch keine Gedanken über Mietzahlungen und -steigerungen machen. Auch das gibt Sicherheit.

In den vergangenen Jahren ist es allerdings schwer geworden, in guten Lagen noch bezahlbare Objekte zu finden. Und selbst wer zu den Glücklichen gehört, die fündig geworden sind, der fragt sich in der Krise, ob eine langfristige Verpflichtung angesichts der aufziehenden Wirtschaftsflaute wirklich das richtige ist. Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

Eine Immobilie allein ist noch kein Konzept für die Altersvorsorge

Zunächst die gute Nachricht: Größere Verwerfungen auf dem Immobilienmarkt sind derzeit nicht zu beobachten. Und selbst wenn die Preise im Zuge der kommenden Wirtschaftskrise erst einmal einbrechen sollten: Wer sein Haus oder seine Wohnung selbst bewohnt, dem kann das relativ egal sein.

Viele Immobilienkäufer erwerben Eigentum allerdings auch und gerade im Hinblick auf den Ruhestand. Hier ist Vorsicht geboten. Denn so schön es sein mag, im Alter in einem (abbezahlten) Eigenheim zu wohnen: Das allein beschert, auch zusammen mit den Auszahlungen der Ärzteversorgung, nicht unbedingt einen sorgenfreien Ruhestand. Denn auch eine schuldenfreie Immobilie will instandgehalten und unterhalten werden. Das gilt umso mehr, wenn sie nach zwei, drei Jahrzehnten nicht mehr als Neubau durchgeht und die ersten, kostspieligen Reparaturen anstehen.

Aus diesem Grund sollten Immobilienkäufer nicht ihre gesamten verfügbaren Mittel in die Tilgung des Darlehens (und die Ärzteversorgung) stecken, sondern ein zusätzliches Liquiditätspolster aufbauen. Zum Beispiel mit Fondssparplänen.

Risikolebensversicherung ist wichtiger denn je

Wer nicht allein durchs Leben geht, sondern die Immobilie auch für die Familie kauft, sollte zudem eine Risikolebensversicherung abschließen, idealerweise in Höhe des Immobiliendarlehens. Nur so ist sichergestellt, dass auch im schlimmstmöglichen Fall, dem vorzeitigen Tod eines der beiden Partner, die Schulden bedient werden können.

Sind die Mittel eher knapp, lässt sich auch eine fallende Versicherungssumme vereinbaren. Damit sinkt der versicherte Betrag parallel zu den Restschulden aus dem Darlehen. Wichtig ist es allerdings, dass Paare auch in dieser Konstellation zwei Einzelpolicen erwerben. Und zwar aus steuerlichen Gründen.

Unterstellt, eine Kinderärztin und ein Urologe kaufen gemeinsam eine Eigentumswohnung. In dieser Konstellation sollte im ersten Versicherungsvertrag das Leben des Mannes versichert werden. Er wird dort als versicherte Person eingesetzt. Versicherungsnehmer und bezugsberechtigt im Todesfall ist allerdings seine Partnerin. Sie zahlt auch die Beiträge.

Die zweite Risikolebensversicherung schließt das Paar umgekehrt („über Kreuz“) ab. Hier ist der Mann Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Begünstigter im Todesfall. Die versicherte Person hingegen ist die Frau, deren Leben auch versichert wird.

Dieser Kunstgriff ist deshalb so wichtig, weil die Versicherungsleistung nur dann von der Erbschaftsteuer befreit ist, wenn Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter identisch sind, der Begünstigte also im Versicherungsfall quasi seine eigene Versicherungsleistung erhält.

Anzeige

AOK und CompuGroup Medical wollen digitale Vernetzung in die Fläche bringen

Ambulante Arztpraxen sollen möglichst einfach Zugang zum Digitalen Gesundheitsnetzwerk erhalten. Deshalb konzipiert die AOK Nordost in ihrer Region gemeinsam mit dem führenden Hersteller von eHealth... Mehr
Jürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

Related Posts