Berufsunfähigkeitsversicherung: 

Welches Produkt ist für junge Menschen aus dem Medizinerumfeld das Richtige?

Berufsunfähigkeitsversicherungen sind gerade für junge Menschen unverzichtbar: Dies wird von Verbraucherschützern einhellig festgestellt. Neben dem gestiegenen Risiko, berufsunfähig zu werden, etwa durch physische Belastung und dem viel beschworenen Burn-Out-Syndrom spielt auch der demographische Wandel eine Rolle. Im Rahmen des Generationsvertrages sind langfristig immer mehr ältere Menschen zu versorgen, so schrumpfen die Ressourcen für andere Problemfelder.

Für den individuellen Schutz sind gute Bedingungen, eine stabile Versicherungsgesellschaft, ein stabiler Tarif und ein realistischer Preis wichtig.

Die Bedingungen sollten alle wesentlichen Punkte einschließen, so auch den Ausschluss einer abstrakten Verweisung in jeder Form und Möglichkeit. Bei Zahlungsschwierigkeiten des Versicherungsnehmers muss eine Stundung möglich sein. Außerdem sind eine langfristige Bindung bis zum 67. Lebensjahr und ein Inflationsausgleich sehr wichtig. Generell sollte man auch im Ausland versichert sein. Gleichfalls sollten Vergehen im Straßenverkehr durch den BU-Schutz abgedeckt sein, da die Versicherung sonst im Schadenfall auf Klärung der Schuldfrage bestehen könnte.

Eine besonders interessante Neuerung ist der sogenannte Arbeitsunfähigkeitsschutz, bei dem der Versicherungsnehmer ab einer sechsmonatigen ununterbrochenen Krankschreibung automatisch die BU-Rente erhält (Hier gibt es zeitliche Höchstgrenzen von 18 bis 24 Monaten). Neben dem hervorragenden Versicherungsschutz  bietet diese Situation auch die Möglichkeit, optimal und unter weniger Druck zu prüfen, ob bereits eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Gerade Menschen aus dem medizinischen Umfeld können hier gewiss gute Lösungen finden.

Neben einer stabilen Versicherungsgesellschaft kommt es auch auf einen „stabilen“ Versicherungstarif an. Hier fallen die günstigen Jugendtarife auf, welche sich erst nach 5 Jahren preislich anpassen, dann aber leicht überproportional. Doch genau diesen Augenblick der Tarifanpassung werden viele gesunde Versicherungsnehmer nutzen, um in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Nur die uninteressierten Versicherungsnehmer, die bereits Berufsunfähigen und von Berufsunfähigkeit bedrohten Versicherten bleiben – aufgrund der Gesundheitsfragen der Versicherer – in dem alten Tarif. Somit besteht bei einem Jugendtarif das Risiko, dass aus ihm ein deutlich teurerer Krankentarif erwächst als aus einem normalen Tarif. Beim Preis sparen kann der junge Versicherungsnehmer viel besser, wenn er/sie (vermutlich zusammen mit den Eltern) den Zeitpunkt des Abschlusses optimiert. So zahlt ein Studierender der Humanmedizin wesentlich weniger als ein Oberstufen-Schüler eines Gymnasiums, der wiederrum viel günstiger abschließen kann als ein Lehramtsstudent. Viele künstlerische Berufe sind überhaupt nicht versicherbar.

Fazit: Für einen jungen Menschen genügt anfangs ein eher kleiner Vertrag, der nach Möglichkeit bis zum 67. Lebensjahr läuft, mit einer Dynamik ausgestattet ist und alle aktuellen Bedingungen sehr gut erfüllt. Verkehrsdelikte sollten auch versichert sein, damit es im Ernstfall zu keinen Streitigkeiten kommt. Ein Arbeitsunfähigkeitsschutz ist sehr zu begrüßen und noch bei vielen Anbietern günstig zu erhalten. Eine Jugend-Police ist abzulehnen, da der Versicherte später vermutlich den Tarif wechseln muss oder in einem teuren „Kranken“ –Tarif gefangen bleibt. Viel wichtiger ist es für junge Menschen, sich frühzeitig über ihre Berufswünsche klar zu werden, um den geeigneten Zeitpunkt, am Besten zusammen mit einem Spezialisten, für den Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Versicherung zu finden. (Matthes Tiedemann)

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