Hausratsversicherung reicht nicht

Hausratsversicherung oder Allgefahrendeckung? Was Wertsachen wirklich schützt

Wer sich zu Hause mit Wertvollem umgibt, sollte seine Preziosen auch richtig schützen. Die normale Hausratversicherung schafft das nicht. Experten raten deshalb zu einer so genannten Allgefahrendeckung.

Eine „normale“ Hausratsversicherung hat fast jeder, doch wer viele Wertsachen im Haus aufbewahrt, geht damit ein hohes Risiko ein. Bargeld, Urkunden, Wertpapiere, Schmuck oder Kunstgegenstände sind in der normalen Hausratpolice meist nämlich nur bis 20 Prozent der Versicherungssumme gedeckt. Im Schadenfall müssen alle Wertsachen außerdem einzeln benannt werden, denn nur so ist feststellbar, ob die 20 Prozent reichen. Daneben gelten für bestimmte Wertsachen weitere Grenzen, das können je nach Police z.B. 1.000 Euro für Bargeld oder 20.000 Euro für Schmuck sein. Ausnahmen gibt es nur, wenn sich die Wertsachen nachweislich in einem mehrwandigen Stahlschrank mit 200 Kilo Mindestgewicht oder in einem eingemauerten Stahlwandschrank mit mehrwandiger Tür befinden.

So können Sie Ihre Wertsachen besser absichern

Es bieten sich zwei Lösungen an: Erstens eine so genannte Deckungserweiterung oder zweitens die Allgefahrendeckung. Im ersten Fall können bestimmte Wertsachen, etwa Schmuck oder Pelze, so versichert werden, dass auch das Trage- und Transportrisiko versichert ist. Pferdefuß: Viele Versicherer verlangen dafür einen größeren Selbstbehalt und haben dazu jede Menge Sicherheits-Vorschriften im Kleingedruckte. Die zweite Lösung ist dieAllgefahrendeckung.

Bei der Allgefahrendeckung ist alles versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Ein Beispiel: Wenn bei der herkömmlichen Hausratpolice ein Dieb durch die angelehnte Haustür eindringt und die Briefmarkensammlung klaut, hat der Besitzer meist Pech – bei der All-Risk-Police ist hingegen auch der einfache Diebstahl versichert. Auch sonstiges eigenes Verschulden, wie die Zerstörung der „Mingvase“ in einem Ehestreit, ist teilweise versichert. Ausgeschlossen sind aber Allmählichkeitsschäden, wie etwa das Verbleichen wertvoller Bilder.

Festsumme statt Wertnachweis

Eine derartige Police lohnt sich nur ab größeren Hausratwerten, da die Versicherung deutlich teurer als die Hausratsversicherung ist und z.B. Kunst- und Sammlungsgegenstände oftmals zu fest taxierten Werten gesichert werden. Vorteil: Im Schadenfall muss kein Wertnachweis erbracht werden, sondern es gibt die fest vereinbarte Versicherungssumme. Wichtig ist auch der Schutz bei Trickdiebstählen, die bei Kunst und Schmuck in letzter Zeit stark zugenommen haben. Natürlich haben die Versicherer auch versierte Sachverständige, mit denen man konkret den Versicherungsschutz bespricht.

auw.de-TIPP

  • Haben Wertsachen bei Ihnen ein gewisses Niveau erreicht, reicht die normale Hausratpolice nicht mehr
  • Auch die bloße Deckungserweiterung ist dann nicht immer sinnvoll und wirklich ausreichend
  • Sicher fahren Sie mit der Allgefahrendeckung
  • Klären Sie, ob grobe Fahrlässigkeit, Elementargefahren, Trage- und Transportrisiko sowie Trickdiebstähle eingeschlossen sind
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