Lebensversicherer

Wie den Richtigen finden?

Wer bei der Wahl des Lebensversicherers daneben langt, verliert nicht nur viel Geld, sondern erwirbt ein Beschwerde- und Prozessrisiko gleich mit.

Leistungsfähige Versicherer gesucht! Nicht nur der günstige Beitrag entscheidet, sondern auch andere Gesichtpunkte. Das Softwarehaus ,map-report’ testete deutsche Lebensversicherer nach allen Regeln der Kunst. Zu 18 Bewertungskriterien mussten die Gesellschaften Farbe bekennen. Nur acht Gesellschaften erhielten das Prädikat „hervorragend“. Wichtige Kenndaten: Erfolg auf den Kapitalmärkten, Ablaufrenditen, Höhe der Verwaltungs- und Vertriebskosten, Umfang der Reserven, Aussagekraft der Beispielrechnungen, Beschwerdequoten, Anzahl der Prozesse und Servicequalität.

Große Leistungsunterschiede konstatiert Manfred Poweleit, Chef bei ,map-report’: „Es gibt extreme Abweichungen. Schlechte Unternehmen hatten viele Prozesse und Beschwerden am Hals.“ Bei anderen klafften Versprechen und Ist-Leistungen stark auseinander,. Oder sie gaben viel Geld für Verwaltung und Vertrieb aus. Im Endergebnis drückt all das die Ablaufleistungen. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger, der mit 1.200 Euro Jahresbeitrag eine Kapitalversicherung auf 30 Jahre abschließt, erhält bei der besten Gesellschaft 116.655 Euro, beim schlechtesten Anbieter 34.363 Euro weniger – also rund ein Drittel  .

Dubiose Beispielrechnungen finden sich jetzt im Internet. Poweleit warnt: „Hier werden ominöse Hochrechnungen der aktuellen Gewinnbeteiligungen gefeiert.“ Diese Prognosen virtueller Versicherungsvermittler sind riskant. Kein Mensch weiß heute, was in 30 Jahren sein wird. Es soll zudem der Eindruck entstehen, man würde mittels Computer- Hilfe die besten Offerten herausfiltern. „Wer aber auftritt wie Versicherungsmakler“, so Poweleit, „der haftet auch so!“ Er verweist auf das Sachwalterurteil des Bundesgerichtshofs von 1985. Nicht zuletzt werden im Internet die Gesellschaften empfohlen, die die höchsten Provisionen zahlen.

Trend zur Rente: Obwohl sich die Kapitalversicherung flexibler zeigt, geht der Trend eindeutig zur Rentenversicherung. Die Riester-Rente ist ein Renner und die Rürup-Rente dürfte auch bei Ärzten aufgrund des Steuervorteils immer besser ankommen. Vor allem ältere Ärzte sollten sich mit dieser Basisrente anfreunden, da in der Ansparphase erhebliche Steuern gespart werden können. Jüngere Mediziner fahren mit der normalen Rentenversicherung besser, da bei der späteren Auszahlung nach wie vor nur die geringe Ertragsanteil-Besteuerung greift.

Anzeige

Schlichtungsverfahren: Im Rückblick sieht alles anders aus

Schlichtungsverfahren können helfen, Streitigkeiten zwischen Arzt und Patient gemeinsam und gütlich zu lösen. Die Schlichtungsstelle soll hierbei in der Position eines neutralen Dritten auftreten, ... Mehr
Author's imageAxel SchirpProduktmarketing bei HDI Vertriebs AG

Weitere Artikel zum Thema:


Absicherung für den Ernstfall

Risikolebensversicherung: Absicherung für die Familie


M&M-Rating:

Die besten Lebensversicherer 2015


Banken & Co.

Den richtigen Finanzpartner finden


Lebensversicherungen verlieren an Boden

Trend zur Rentenpolice


Anzeige