Vorsorge

Klassiche Privatrente wieder im Kommen

Auf der Suche nach sicheren Anlagen ist die klassische Privatrente wieder im Gespräch – auch wenn die Renditen mager sind. Jedenfalls sollte man diese Alternative nicht links liegen lassen.

Zwar ist die Rürup-Rente für Selbstständige naheliegender, aber – obwohl staatlich gefördert – hat diese Vorsorgeform auch gravierende Nachteile: Die Rente kann nicht verpfändet, übertragen oder verschenkt werden und bei Tod vor und nach Rentenbeginn verfällt das eingezahlte Kapital. Rentenzahlungen werden später versteuert. Bei der Steuerbegünstigung in der Ansparphase müssen die Beiträge zur Ärzteversorgung angerechnet werden. Das alles gibt es nicht bei der Privatrente.

Garantiesatz sinkt: Die garantierten Zinsen werden ab 2012 von jetzt 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Mit diesem Argument wirbt jetzt die Assekuranz für einen Abschluss noch in diesem Jahr. Bei der Deutschen Ärzteversicherung etwa heißt es: „Höhere garantierte Rente, höherer garantierter Todesfallschutz, höherer garantierter Rückkaufswert“. Das ist zwar alles richtig. Aber auf Dauer gesehen bleibt die Rendite gering und auch nicht viel höher als beim Festgeld.

Wette auf langes Leben. Andererseits laufen die Zahlungen bis ans Lebensende. Motto: „Wer später stirbt, den belohnt die Rentenpolice!“ Finanztest hat zum Beispiel berechnet, dass ein Mann, der mit 67 Jahren Rente bekommt, erst mit 82 Jahren an der Rente „verdient“. Vorher ist es ein Minusgeschäft. Entscheidend ist natürlich die Höhe der Überschüsse, die auf die Garantierente gesattelt werden. Vorsicht: Bei der Fondsvariante liegt das Risiko beim Kunden. Zudem kann man eine Rentengarantiezeit für die Erben (meist zehn Jahre) vereinbaren. Hinzu kommt aber noch der Sicherheitsaspekt: Das Geschäftsmodell der privaten Rentenversicherungen schließt einen Kollaps aus. Denn die laufend gezahlten Beiträge sichern eine stete Liquidität.

Frauen bevorzugt. Ende 2012 müssen die Versicherer die so genannten Unisex-Tarife einführen. Frauen und Männer zahlen dann das gleiche. Bislang hat eine Frau, weil sie länger lebt, im Schnitt fast zehn Prozent höhere Prämien für die Privatrente bezahlt. Jetzt wird neu kalkuliert und die Männer erhalten eine vergleichsweise geringere Rente und sollten deshalb noch vor der Umstellung der Tarife abschließen.

Steuervorteile: Bei Ihrer Privatrente muss nur der so genannte Ertragsanteil versteuert werden. Für 65-Jährige beträgt er beispielsweise bei Beginn der Rentenzahlung nur 18 Prozent der Gesamtrente. Oder anders ausgedrückt: 82 Prozent dieser Rente bleiben steuerfrei.

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Author's imageJürgen VeitLeiter Kommunikation D-A-CH bei CompuGroup Medical Deutschland AG

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