Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds wieder attraktiv

Sie waren in den letzten Jahren durch Zwangsabwicklungen und dramatische Kursstürze berüchtigt. Nach einer gesetzlichen Neuerung erleben offene Immobilienfonds jetzt aber wieder eine Renaissance.

Dr. Maria H. ist wütend: Die Münchner Ärztin hatte vor Jahren in einen offenen Immobilienfonds investiert. Der wurde aber bald geschlossen und wird jetzt abgewickelt. Seit fünf Jahren kommen die Anleger nicht an ihr Geld heran. Die für eine Wiederöffnung erforderliche Liquidität sei nicht wiederherzustellen, teilte der dazugehörige Finanzberater mit. „Man hat mir damals gesagt, der Fonds sei bombensicher – und jetzt das!“, ärgert sich die Ärztin.

Ihre Anteile konnte sie über die Börse verkaufen – bekam da aber weniger Geld, als sie eingesetzt hatte. Auch bei anderen offenen Immobilienfonds, die abgewickelt werden, ist zu erwarten, dass die Anleger nicht ihr eingesetztes Kapital zurückerhalten, sondern deutlich weniger. Grundsätzlich sollten Geschädigte deshalb immer prüfen, ob ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

Bei fehlerhafter Beratung haftet die Bank
Wurde nämlich von Seiten der Bank behauptet, der Fonds sei sicher oder dass kein Risiko bestehe, könnte bereits eine fehlerhafte Beratung vorliegen. Ist dies der Fall, haftet die Bank für schuldhafte Pflichtverletzungen. Sie haftet auch, wenn sie ihre Anleger nicht über etwaige an sie geflossene Rückvergütungen für die Fondsvermittlung, sogenannte „kick-backs“, informiert hat.

Zudem legte die Regierung fest, dass Altanleger nicht mehr täglich, sondern nach einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten ihr Kapital aus den Fonds ziehen können. Für Neuanleger beträgt die Wartefrist sogar 24 Monate. Damit sollte verhindert werden, dass Fonds schließen müssen, weil zu viele Anleger ihr Geld auf einmal zurück wollen. Die Folgen der Krise sind noch spürbar, einige offene Immobilienfonds sind heute noch dabei, ihren Bestand aufzulösen.

Außergerichtliche Einigung
Betroffene Verbraucher können bei der Ombudsstelle für Investmentfonds Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Fonds-Kapitalanlage kostenlos prüfen lassen. In Streitfällen, in denen der Gesamtwert des Schlichtungsantrags 10.000 Euro nicht übersteigt, ist der Schlichtungsvorschlag für die Gesellschaft bindend. Beschwerden kann man online unter www.ombudsstelle-investmentfonds.de einreichen.

Neustart für offene Immobilienfonds

Nach den Abwicklungen in der Finanzkrise ließen viele Anleger lieber die Finger von offenen Immobilienfonds. Doch nach den gesetzlichen Neuerungen wurden inzwischen neue offene Immobilienfonds aufgelegt. Auch mehrere große und etablierte Fonds haben die Krise überlebt. Die aktuellen Fonds sind so attraktiv, dass ein regelrechter Run auf sie eingesetzt hat. Im vergangenen Jahr flossen wieder rund fünf Milliarden Euro in offene Immobilienfonds, im Jahr zuvor waren es nur 2,8. Analysten sehen die Entwicklung jedenfalls positiv. „Für Privatanleger ist es eine gute Möglichkeit, in ein diversifiziertes Immobilienportfolio zu investieren“, sagt Stefan Mitropoulos, Branchenanalyst der Helaba. Insgesamt rechnen Experten bei den neuen Fonds mit einer Rendite um die drei Prozent.

 

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