Niedergelassene Ärzte

Wirtschaftliche Situation unverändert

Die jährliche Inflation nicht berücksichtigt, müssen die niedergelassenen Ärzte bei leicht gestiegenen Gesamteinnahmen und gleichfalls angezogenen Gesamtbetriebskosten ein Minus von 0,7 % beim Einkommen hinnehmen. Der durchschnittliche deutsche niedergelassene Arzt erwirtschaftet einen Jahresüberschuss von 145.100 Euro, davon bleibt ihm ein Nettoeinkommen von 71.476 Euro.

Diese Kernzahlen liefert der Jahresbericht 2013 des Zi-Praxis-Panels zur wirtschaftlichen Situation in der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung. Die jährliche Inflation nicht berücksichtigt, müssen die niedergelassenen Ärzte bei leicht gestiegenen Gesamteinnahmen und gleichfalls angezogenen Gesamtbetriebskosten ein Minus von 0,7 % beim Einkommen hinnehmen.

Den durchschnittlichen Gesamteinnahmen von 281.500 Euro pro Praxis standen nach Zi-Angaben im Jahr 2011 rund 136.400 Euro an Gesamtbetriebskosten (davon knapp 48 % Personal, 12 % Miete Praxisräume, 6 % Labor und Material sowie 5 % Versicherungen und Gebühren) entgegen; daraus resultierte ein Jahresüberschuss (Gesamteinnahmen minus Gesamtbetriebskosten) von durchschnittlich 145.100 Euro je Praxisinhaber, von dem noch die Beiträge für die Krankenversicherung und die Altersvorsorge sowie die Einkommensteuer abzuziehen waren.

Während sich der Überschuss im Jahr 2010 noch leicht um 0,8 % verbesserte, mussten die Vertragsärzte im Jahr 2011 einen realen Rückgang (–0,7%) hinnehmen: Die Gesamteinnahmen je Praxisinhaber stiegen von 2009 bis 2011 um durchschnittlich 11.200 Euro resp. 4,1 %, die Betriebskosten im Vergleichszeitraum aber im Mittel um 5 %. Durch diese minimal rückläufigen Erträge sind auch zurückhaltende Investitionen in die Praxisinfrastruktur zu erklären; sie liegen 2011 im Schnitt bei 12.300 Euro (im internistischen Bereich wurden 17.300 Euro investiert, im psychotherapeutischen 3.400 Euro). Knapp die Hälfte der am Zi-Praxis-Panel beteiligten Praxen investierte weniger als 2.000 Euro.

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