LV-PRAXISFINANZIERUNG

Praxisfinanzierung: Zahlen Sie am Ende noch drauf?

Sind Sie sicher, dass Ihre Praxisfinanzierung noch aufgeht? Der Kapitalmarkt spielt verrückt und das wirkt sich auch direkt auf Ihren Praxiskredit aus. Wir erklären die Zusammenhänge und geben Tipps.

Endfällige Darlehen mit LV-Policen als Tilgungsersatz – der Siegeszug dieses bislang populärsten Modells für die Praxis- Finanzierung ist jäh gestoppt. Legion die Niedergelassenen, die damit in den letzten Jahren leidvolle Erfahrungen machten: Die Policen bringen am Ende kaum noch die erwartete Ablaufleistung, denn die prognostizierten Renditen lassen sich gar nicht mehr erwirtschaften. Waren vor zehn Jahren LV-Renditen von rund sieben Prozent noch Standard, haben sich die inzwischen auf unter vier Prozent halbiert. Folge: Nach Fälligkeit der Police bleibt immer öfter ein ärgerlicher, weil nicht gedeckter, Darlehensrest übrig.

Für viele Niedergelassene, die ihre Praxis so noch heute (unter)finanzieren, zu spät, denkt die Finanzbranche inzwischen immerhin um – hin zum klassischen Annuitätendarlehen mit Zins und Tilgung in einer festen Rate. Das hat den Vorteil maximaler Planungssicherheit und des guten Gefühls, zu wissen, dass die Schulden scheibchenweise abgetragen werden und das Kreditende ohne Überraschungen zuverlässig erreicht wird. Ein hoher Wert an sich, denn: zehnjährige Bundesanleihen bringen aktuell nur noch 1,83 Prozent Rendite. Und Besserung ist nicht in Sicht. Bei weiter niedrigem Zins können aber weder Lebens- noch Rentenversicherer ihre Renditen halten, die heute bereits schmerzlich empfundenen vier Prozent LV-Rendite sind also noch nicht das Ende.

Dazu: Lebens- und Rentenpolicen sind mit hohen anfänglichen Kosten verbunden, die schnell im Missverhältnis zu diesen mageren Aussichten stehen. Wenn überhaupt, können sich die nur noch auf sehr lange Laufzeit lohnen. Eine solche kommt für Praxisinvestitionen aber nicht infrage: Bei technisch sauberer Finanzierung entspricht die Darlehenslaufzeit der Abschreibungsdauer. Und die liegt bei fast allen Investitionen einer Arztpraxis zwischen fünf und zehn Jahren. Nur wer seine Praxisschulden in angemessener Zeit bewältigt, kann sich die Investitions- und damit Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer erhalten.

Flexible Geister propagieren vor diesem Hintergrund als schlaue Alternative für den Tilgungsersatz Fonds-Sparpläne mit Aktienbeimischung. Der Aktienanteil wird auf die persönliche Befindlichkeit des Akteurs abgestimmt und kann entsprechend kleiner oder größer ausfallen. Kein Zweifel – gut gemanagte Aktienfonds sind ein attraktiver Beitrag für schrittweisen Vermögensaufbau. Das Prinzip kann bei langfristigem Anlagehorizont wunderbar funktionieren. Aber: Kann, muss nicht. Höheren Chancen stehen naturgemäß auch höhere Risiken gegenüber. Was passiert, wenn die Darlehenslaufzeit beendet, die Aktienkurse aber gerade im Keller sind? Man braucht Zeit und Gelassenheit, solch eine Situation auszusitzen. Gelassenheit und „einfach ein paar Jahre länger“ sind aber keine Begriffe, die zum Kreditgeschäft passen. Bei seriöser Herangehensweise scheidet wegen fehlender Planungssicherheit also auch ein Fondssparplan mit Aktienschwerpunkt als Tilgungsersatz aus.

A&W-KOMPAKT

Niedergelassene mit Kreditbedarf …
… können sich aktuell glücklich schätzen: Die Niedrigzinsen sind für sie aktuell ideal, so die Investition realistisch kalkuliert wird und die Finanzierung fest planbare Zins- und Tilgungsraten vorsieht.

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