Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
Vermischtes

Rund 421.300 berufstätige Ärztinnen und Ärzte zählte die Bundesärztekammer Ende 2022 bundesweit. Damit setzte sich der sukzessive Anstieg der Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den letzten Jahren weiter fort: Im Vergleich zum Jahr 1990 hat sich die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte um mehr als 65 Prozent erhöht. Die Zahl der nicht berufstätigen Ärzte hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt. 2022 werden es 136.200 Ärzte sein.

Entwicklung der Arztzahlen

Wie hat sich die Arztdichte entwickelt? Die Arztdichte in Deutschland hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. Im Bundesdurchschnitt kamen 2022 rund 198 Einwohner auf einen Arzt, mehr als doppelt so viele wie 1980. Die größte Arztgruppe innerhalb der deutschen Ärzteschaft sind die Internisten mit 60.546 Ärzten im Jahr 2022. Zusammen mit den Allgemeinmedizinern und Chirurgen wird mehr als ein Drittel aller berufstätigen Ärzte von ihnen gestellt. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland bei der medizinischen Versorgung einen der vorderen Plätze ein.

Ausgaben und Kosten

Mit rund 44,8 Milliarden Euro sind Arztbehandlungen 2021 der drittgrößte Ausgabenposten der GKV. Der größte Anteil wird von der Gruppe der Allgemeinärzte und hausärztlich tätigen Internisten erbracht. Auch für rund 45 Prozent des Umsatzes im GKV-Fertigarzneimittelmarkt ist die Gruppe der Hausärzte verantwortlich. Die höchsten Honorarumsätze je Arzt erzielen dagegen vor allem die hochspezialisierten Facharztgruppen aus den Bereichen Strahlentherapie, Humangenetik, Radiologie oder Nuklearmedizin.

Gesamtzahl der Ärzte in Deutschland von 1990 bis Berufstätige Ärzte ohne aktive ärztliche Tätigkeit
2022 421.300 136.200
2021 416.100 132.200
2020 409.100 127.800
2019 402.100 123.600
2018 392.400 123.200
2017 385.100 120.900
2016 378.600 117.600
2015 371.300 114.500
2014 365.200 115.900
2013 357.200 113.200
2012 348.700 110.300
2011 342.100 107.300
2010 333.600 105.500
2008 319.700 102.000
2006 311.200 95.700
2004 306.400 88.000
2002 301.000 80.300
2000 294.700 74.600
1998 287.000 70.700
1996 279.300 64.200
1994 267.200 59.600
1992 251.900 56.100
1990 237.700 51.400